ARBÖ zum Thema Mariahilfer Straße: Genug von Verkehrsexperimenten

Wien (ARBÖ) - Das Beispiel "Rossauer Lände" hat gezeigt, dass nicht gut überdachte Verkehrsexperimente zum Scheitern verurteilt sind. Aus Sicht des ARBÖ Wien würde eine Sperre der Mariahilfer Straße an Samstagen ohne Detailanalyse über Verlagerung der Verkehrströme in die Nachbarbezirke, die Auswirkungen auf die Anrainer, Parkraumsituation und anfallende Kosten für die Sperre ebenfalls den Charakter eines Experimentes haben.

Grundsätzlich muss man festhalten, dass nach dem Umbau der unteren Mariahilfer Straße mit ihren breiten Fußgänger-Boulevards auf jeder Straßenseite gute Erfahrungen gemacht wurden. Die Mariahilfer Straße kann als gutes Beispiel gelten, wie man in einer Einkaufsmeile den Straßenverkehr, den ruhenden Verkehr, die U-Bahn , die Zulieferer und das Einkaufspublikum richtig kombinieren kann.

Bevor derartige Versuche unternommen werden und die Verkehrsteilnehmer, Anrainer und Unternehmer verärgert werden, rät der ARBÖ im Interesse der Verkehrsteilnehmer und des Wirtschaftstandortes zu einer umfassenden Ist-Analyse:

  • Überprüfung des Verkehrsaufkommens an Samstagen ( Straßenverkehr, Fußgängerfrequenz)
  • Auswirkungen auf die Anrainer (Parkplatz-, Lärmproblematik) in und um die Mariahilfer Straße
  • Überprüfung der Parkraumsituation in und um die Mariahilfer Straße
  • Kostenanalyse und wer soll die anfallenden Kosten für eine Sperre finanzieren
  • Auswirkungen auf die Unternehmer (Verkaufsgeschäfte, Parkgaragen)
  • Auswirkungen auf die umliegenden Bezirke und Hauptverkehrsrouten

Die bisher geübte Praxis der Sperre an den vier vorweihnachtlichen Einkaufssamstagen hat sich aus Sicht des ARBÖ-Wien bewährt. Der ARBÖ-Wien vertritt die Meinung, dass die Verkehrspolitik praxisorientiert ausgerichtet sein muss und nicht auf theoretischen Ansätzen basieren kann, um nicht zur neuerlichen Verärgerung unter den Verkehrsteilnehmern zu führen.

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