Blecha: Kürzungen bei Privatpensionen beweisen Überlegenheit des Umlageverfahrens

Alterssicherung muss in Verfassung verankert werden

Wien (SK) "Jede siebente Zusatzpension musste 2001 um rund drei Prozent gekürzt werden", lauten die heutigen Schlagzeilen der Tageszeitungen. "Dies ist ein Beweis für die Überlegenheit des umlagefinanzierten Pensionssystems gegenüber dem Kapitaldeckungssystem", sagte heute der Präsident des Pensionistenverbandes Österreichs, Karl Blecha, in einer Reaktion auf die verlustreichen Daten der Privatversicherer. ****

"Diese Ergebnisse zeigen einmal mehr, wie wichtig die verfassungsmäßige Verankerung der Alterssicherung und die Festigung unseres Pensionssystems ist. Zu dieser gehört die Erhöhung der Erwerbsquote", erklärte Blecha am Freitag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ.

Blecha kritisierte in diesem Zusammenhang die fehlenden Beschäftigungsprogramme der Regierung. "Öffentliche Investitionen wurden gekürzt, die Steuer- und Abgabenquote auf ein 'All-Time-High' geschraubt und die Pensionen unter der Inflationsrate angepasst und damit der größten Bevölkerungsgruppe die für die Wirtschaft so wichtige Kaufkraft entzogen", analysierte Blecha. Das Ergebnis für den PVÖ-Chef: "Österreich hat EU-weit die rote Laterne bei Wachstum und Einkommensentwicklung, dafür Spitzenplätze bei Steuerlast und Zuwachs von Arbeitslosigkeit."

Blecha forderte eine sofortige Arbeitsplatz-Offensive, weil "nur eine hohe Beschäftigung die Pensionen dauerhaft sichert und jetzt bewiesen ist, dass das 'Drei-Säulen-Modell' der Freiheitlichen keine Alternative zur gesetzlichen Pensionsversicherung darstellt", so Blecha abschließend. (Schluss) wf/mm

Rückfragehinweis: Andy Wohlmuth, Pensionistenverband Österreichs Öffentlichkeitsarbeit, Tel. 01 313 72 30

Rückfragen & Kontakt:

Tel.: (01) 53427-275
http://www.spoe.at

Pressedienst der SPÖ

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK/SPK