Kundgebung für die 1942 ermordete Antifaschistin und Kommunistin Grete Jost

Wien (OTS) - Ein überparteiliches, antifaschistisches Personenkomitee wird morgen ab 14 Uhr im Gedenken an die 1942 ermordete Antifaschistin und Kommunistin Grete Jost eine Kundgebung im Rabenhof, Baumg. 39, 1030 Wien, durchführen.

Margarethe Jost, als Kind einer Arbeiterfamilie 1916 geboren, trat 1934 trat der KPÖ bei, arbeitete in der politischen Illegalität und half Angehörigen von Eingekerkerten. Auch nach dem Nazi-Einmarsch im März 1938 setzte Grete Jost ihre Widerstand stätigkeit gegen den Faschismus fort, bis sie am 8. Februar 1941 verhaftet wurde. Bis dahin gehörte Jost der "Provinzkommission" der KPÖ an und war Verbindungsperson in den Raum Baden und Umgebung, den sie mit illegaler Literatur, u.a. die "Rote Fah ne", "Weg und Ziel" und Materialien zur "Soldatenarbeit", belieferte. Am 23. September 1942 wurde Jost wegen Vorbereitung zum Hochverrat zum Tode verurteilt und im Wiener Landesgericht geköpft. An ihrem Wohnhaus in Wien 3, Baumgasse 39 ist eine Gedenkta fel angebracht; ein Park dort trägt ebenfalls ihren Namen.

Weitgehend unbestritten ist, dass die Kommunistische Partei den Löwenanteil der Aktivistlnnen, aber auch der Opfer im Kampf gegen den Nationalsozialismus gestellt hat. In der vom Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes herausgegeben Dok umentation "Widerstand und Verfolgung in Wien 1934 - 1945" heisst es: "Von den mehr als zweitausend Verfahren der Besonderen Senate des Oberlandesgerichtes Wien betreffen schätzungsweise mehr als achtzig Prozent der Verfahren gegen organisierte Widersta ndskämpfer Kommunisten, desgleichen richtet sich der Großteil der erhaltenen Unterlagen der Volksgerichtshofverfahren gegen kommunistische Funktionäre, und auch die Tagesberichte der Gestapoleitstelle Wien sowie die SD-Meldungen sind voll von Meldun gen über Festnahmen bzw. Aktivitäten kommunistischer Parteigänger."

"Das Gedenken an die mutigen KämpferInnen gegen den Faschismus, zu denen Grete Jost gehörte, ist angesichts der aktuellen politischen Entwicklungen wichtiger denn je", so KPÖ-Vorsitzender Walter Baier.

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