Posch: starker Rückgang der Studierendenzahl ist Folge der Studiengebühren

Befürchtungen der SPÖ haben sich bestätigt

Wien (SK) "Die vom Bildungsministerium jüngst veröffentlichten Daten beweisen, was von seiten der Regierungsparteien stets in Abrede gestellt wurde: Die Zahl der Studierenden hat stark abgenommen", sagte heute SPÖ-Abgeordneter Walter Posch gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. Im Wintersemester 2000/01 waren noch 241.576 Studierende inskribiert; im heurigen Wintersemester sind es hingegen nur mehr 194.776 Studierende. "Dieser eklatante Rückgang von über 45.000 Studierenden bzw. fast 20 Prozent ist auf die Einführung der Studiengebühren zurückzuführen", kritisierte Posch. Damit habe sich die Befürchtung erfüllt, dass die Studiengebühren als sozialer numerus clausus fungieren. Durch die Studiengebühren würden vor allem sozial Schwächere sowie Personen, die neben dem Beruf studierten, abgeschreckt, so der SPÖ-Abgeordnete. ****

Der Rückgang auch bei den Erstsemestrigen - hier sind es 14 Prozent -zeige, daß es sich keinesfalls nur um die Bereinigung von Karteileichen handle. "Es liegt ganz klar auf der Hand: Die Studiengebühren sind eine finanzielle Hürde und nehmen sozial Schwächeren ihr Recht auf Bildung", kritisierte Posch.

"Es ist völlig unverständlich, daß Ministerin Gehrer diese alarmierenden Zahlen sogar noch als Erfolg verkaufen will. Anstatt diese bedenkliche Entwicklung schönzureden, sollten im Bildungsministerium Wege überlegt werden, wie man die in Österreich ohnehin niedrige Akademikerquote erhöhen könnte - und dazu zählt auf jeden Fall die Abschaffung der unsozialen Studiengebühren", so Posch abschließend. (Schluss) nf/mm

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