Tourismus warnt vor Kollision der Sommerferientermine

Schenner : Ab 2003 droht Kollaps durch eine Konzentration deutscher Reiseströme

Wien (PWK049) - Schon seit Jahren fordert die heimische Tourismuswirtschaft eine vernünftige europaweite Abstimmung der Ferientermine und damit eine Entzerrung der Reiseströme.

Die derzeit bestehende Situation mit kilometerlangen Staus und stundenlangen Wartezeiten, oftmals in brütender Hitze , ist jedenfalls nicht dazu angetan, zur Erholung der Gäste beizutragen und stellt zudem eine gravierende Umweltbelastung dar. "Verschärft wird die Situation dadurch, dass es mit Beginn der Sommerferien 2003 zu einer Konzentration der Ferientermine in einigen Bundesländern im wichtigsten Herkunftsland Deutschland kommt , das rund 43,5 % aller Gästenächtigungen im Sommer 2001gebracht hat, womit ein noch größeres Verkehrschaos zu erwarten ist", gibt der Obmann der Bundessektion Tourismus und Freizeitwirtschaft in der WKÖ, Komm.Rat Johann Schenner, zu bedenken.

Während 1995 noch der überwiegende Teil der deutschen Bundesländer den Ferienbeginn mit Ende Juni angesetzt hatte, kam es sukzessive zu einer Verlagerung in den Juli. So beginnen heuer in 8 der 16 Bundesländer die Ferien im Juli, 2003 sind dies bereits alle Bundesländer mit Ausnahme von Schleswig-Holstein. Besonders betroffen davon sind Familien mit Kindern - das sind immerhin 17 % aller deutschen Gäste - da ihnen kein Ausweichtermin zur Verfügung steht. Die Sommerferien in Österreich fallen traditionell auf die Monate Juli und August. Durch Verlagerung der deutschen Ferientermine werden im Jahr 2003 Gäste aus den Bundesländern Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Saarland im Monat August gleichzeitig mit den inländischen Gästen in Österreich urlauben. Dieses konzentrierte Gästeaufkommen wird zu einer Vollauslastung der heimischen Hotellerie führen, wobei es zu Überbuchungen kommen kann und die Preise aufgrund der hohen Nachfrage entsprechend steigen dürften. Seitens der Bundessektion Tourismus und Freizeitwirtschaft wird auf diese prekäre Situation schon seit längerem aufmerksam gemacht und die Sorge darüber bei den zuständigen Stellen deponiert.

Wie aktuellen Medienberichten zu entnehmen ist, wird sich die für den Tourismus zuständige Staatssekretärin Mares Rossmann dieser Problematik annehmen und versuchen, eine Lösung herbeizuführen. "Selbstverständlich begrüßen wir diesen Vorstoß der Staatssekretärin und werden sie entsprechend unterstützen. Wir werden uns mit dieser unhaltbaren Situation keinesfalls abfinden und weitere Gespräche mit den zuständigen Stellen und internationalen Interessensverbänden wie dem Deutschen Reisebüro- und Veranstalterverband und dem Ring Deutscher Autobusunternehmer führen", erklärt Schenner. (hp)

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