Neudeck: Sozialistische Wirtschaftsvereinigung - Zeman läßt grüßen

"Letzte Aussendung des - nun nicht mehr freien - Wiener Wirtschaftsverbandes erinnert in der Diktion frappant an die Äußerungen des tschechischen Premiers"

Wien, 2001-01-17 (fpd) - "Die Aussagen von Präsident Strobl zur Namensänderung seiner Organisation sind an Widersprüchlichkeit kaum zu überbieten", stellt der Landesobmann des RFW Wien, NAbg. Komm.Rat Detlev Neudeck fest. "Die darin gebrauchten Argumente erinnern tatsächlich an die Ausführungen des Herrn Miloš Zeman. Sachlich völlig aus der Luft gegriffen, dafür um so polemischer. Wenn einem sonst nichts mehr einfällt, greift man eben in die unterste Lade."

Was war passiert? Es wurde seitens des RFW aufgezeigt, daß die sozialistischen Wirtschaftsvertreter, quasi still und heimlich, den Namen Ihrer Organisation ändern wollen bzw. geändert haben. Auf der Homepage und einigen Aussendungen gibt es noch einen Freien Wirtschaftsverband, auf der letzten Mitgliederwerbung nur noch einen Wiener Wirtschaftsverband.

"Wenn jemand so stolz darauf ist, Sozialdemokrat zu sein, wie Strobl behauptet, dann wäre es doch ehrlicher und auch sinnvoller, die Organisation gleich Sozialistischer Wirtschaftsverband zu nennen. Dann wüßten die Unternehmer sofort, woran sie sind", so Neudeck. "Man könnte bei der nun gewählten Vorgangsweise überhaupt vermuten, daß Strobl mit der Namensänderung seine Nähe zum Wirtschaftsbund der Volkspartei dokumentieren möchte", so Neudeck.

"Eine weitere Nähe zur Zeman´schen Diktion ergibt sich auch daraus, daß es Strobl peinlichst vermieden hat, sachlich zu argumentieren. Sich als Retter der Wiener KMU zu titulieren und die unternehmerfeindliche Wirtschaftspolitik der Wiener Stadtregierung mitzutragen und mitzubeschließen, spricht ohnehin für sich".

"Eine Organisation, die mit einer Namensänderung auf Wählerfang geht, es aber weiter vermeidet, das Wort "Sozialistisch" bzw. "Sozialdemokratisch" in ihrem Namen zu führen, hat ganz sicher keinen Anspruch darauf, sich auf Glaubwürdigkeit zu berufen. Präsident Strobl wäre gut beraten, die Unternehmer über die tatsächliche Zugehörigkeit zu den Sozialdemokraten nicht im unklaren zu lassen. Dann, und nur dann, wäre es eine offene und ehrliche Wahlauseinandersetzung im Wirtschaftsparlament", schloß Neudeck. (Schluß)

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