Neudeck: Sozialistische Wirtschaftsvereinigung bekennt Farbe

"Auf den neuesten Broschüren ist das Wort "freier" nicht mehr zu finden"

Wien, 2002-01-17 (fpd) - Auf den Werbebroschüren des ehemaligen "Freien Wirtschaftsverbandes" kommt das Wort "freier" nun nicht mehr vor. Es werden statt dessen Mitglieder für einen Wiener Wirtschaftsverband geworben. Auch anläßlich der letzten Pressekonferenz des sozialistischen Vizepräsidenten der WK-Wien Strobl wurde bereits Infomaterial für den Wiener Wirtschaftsverband verteilt, den es zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht gab. "Daß es innerhalb der Sozialisten nur eingeschränkte Freiheit gibt, wird durch die versuchte Streichung des Wortes "Freier" in der Namensbezeichnung mehr als deutlich", stellte heute der Landesobmann des RFW Wien Abg. Komm.Rat Detlev Neudeck fest.****

"Schon einmal hat ein sozialistischer Bundeskanzler festgestellt, daß man ohne die Partei "nichts wäre". Nun wird also auch noch der Beweis angetreten, daß es auch mit der Freiheit zu Ende geht. Es wäre aber schon bisher ehrlicher gewesen, diese Organisation gleich als Sozialistischer Wirtschaftsverband zu bezeichnen", so Neudeck.

"Seitens der Wirtschaft werden von den Wirtschaftsvertretern Konzepte erwartet. Konzepte, die gerade den kleinen und mittleren Unternehmen das Handeln erleichtern", führte Neudeck weiter aus. "Mit einer Namensänderung nach außen Aktivität zu demonstrieren und inhaltlich nichts Neues zu bieten, wird wohl zu wenig sein. Fragwürdig erscheint mir auch, daß Strobl als Vizepräsident der Wiener Kammer und Landtagsabgeordneter Mitglieder für einen Verein wirbt, den es Mitte Dezember 2001 noch gar nicht gab."

Es wäre sicher interessant zu wissen, warum solche Wortspiele notwendig wurden. Hat doch bisher der Freie Wirtschaftsverband ganz gut von der Verwechslung des Namens gelebt und profitiert. Es wird sich zeigen, ob und wie weit sich die Namensänderung auf die Arbeit der sozialistischen Wirtschaftsvertreter positiv auswirkt.

"Wünschenswert wäre, wenn Strobl innerhalb der Stadtregierung für die Belange der mittelständischen Wirtschaft eintritt. So könnte eine Senkung der Lohnnebenkosten für die Wiener Wirtschaft leicht dadurch realisiert werden, daß die Stadtregierung die Gebühren und Abgaben durchforstet und deutlich reduziert bzw. einige überhaupt abschafft. Nachdem aber der Wiener Bürgermeister bereits Gebührenerhöhungen angekündigt hat, wird es wohl statt einer Senkung der Lohnnebenkosten zu einer weiteren Zunahme der Abwanderung von Wiener Betrieben ins Umland führen", schloß Neudeck.
(Schluß)

Rückfragen & Kontakt:

Freiheitliches Pressereferat

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NFP/NFP