"projekt space" als Ort des Experiments

Wien, (OTS) Ein "Ort des Experiments und des Diskurses" so Kunsthallen-Direktor Gerald Matt, soll das neue "projekt space" auf dem Karlsplatz werden, das an die bisher vagabundierende Experimentalreihe anknüpft und - nun als transparenter Kubus - die Pavillon-Architektur von Architekt Adolf Krischanitz in dritter Generation (nach der Ausstellungshalle in der Winterreitschule und dem gelben Container auf dem Karlsplatz) weiterführt. Auf 250 Quadratmetern laden ein Ausstellungsraum, ein Veranstaltungsraum und das als kommunikativer Treff bewährte Cafe ein, sich mit Kunst, mit Experiment, mit Präsentationen zwischen Installation, Video und Performance auseinander zu setzen. In Kooperation mit der Universität für Angewandte Kunst soll der Verbindung von Lehre und Praxis ein Podium geschaffen werden, wobei auch ein Preis der Kunsthalle Wien ausgeschrieben wird. Drei bis vier Ausstellungen im Jahr, spezielle Präsentationen junger KünstlerInnen und Videopräsentationen, auch mit dem Zweck der Schaffung einer entsprechenden Sammlung, ergeben ein Programm, das "im Zeichen des raschen Reagierens" junge Kunst "in den internationalen Orbit schießen soll". Anlässlich der Präsentation von "projekt space" dankte Dir. Matt auch Bürgermeister Michael Häupl, der es möglich gemacht habe, den auch beim Publikum erfolgreich für die Kunst gewonnenen Ort am Karlsplatz in dieser form fortzuführen und für eine zukunftsweisende Aufgabe zu widmen.****

Architekt Adolf Krischanitz, dessen Pavillon-Architektur auch die erste Schau im "projekt space" gewidmet ist, sieht in dem Raum einen "Ort der Freiheit" in einer sonst vielfach reglementierten Stadt. Krischanitz bekannte sich auch zur Architektur auf Zeit, da gerade diese Form des Bauens das rasche Reagieren auf die Bedürfnisse der Kunst und der Künstler möglich mache.

Für die Universität für Angewandte Kunst wies Rektor Gerald Bast auf die Notwendigkeit einer derartigen Schnittstelle zweier Institutionen, die sich mit jungen künstlerischen Positionen beschäftigen, hin. Bast kündigte eine Reihe von Seminaren, Aktionen und Präsentationen am Karlsplatz an. Der Preis der Kunsthalle Wien wird jeweils auf Basis der Präsentation der Diplomarbeiten der "Angewandten" vergeben werden, der Preisträger zu einer Ausstellung im "projekt space" eingeladen werden.

Heuer im "projekt space" zu sehen: "Kim Sooja: A Laundry Woman" (13. Februar bis 28. April), eine Rauminstallation der koreanischen Künstlerin mit traditionellen Tüchern ihrer Heimat, "documenta 5" (Mai bis Juli 2002), eine multimedial inszenierte Schau, die dem Mythos der legendären, richtungsweisenden "documenta" aus dem Jahr 1972 nachspürt und "Santiago Sierra" (September bis November), eine Präsentation des mexikanischen Künstlers, der mit direkten Eingriffen ins tägliche Leben gesellschaftliche Gegebenheiten künstlerisch offen legt. Ein "10 Tage Projekt" im Mai ist dem jungen Künstler Peter Senoner gewidmet.

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