Grünewald: Bartenstein-Modell zu Sterbekarenz entspricht nicht dem 4-Parteien-Konsens

Nicht nur Wohlhabende sollen sich Karenz leisten können

Wien (OTS) "Der von Minister Bartenstein vorgelegte Entwurf zur Sterbekarenz läßt einen wichtigen Punkt vermissen, denn er ignoriert die finanzielle Absicherung der Betreuungspersonen während der Dauer der Sterbekarenz. Damit würden nur Wohlhabende es sich leisten können, die Sterbekarenz in Anspruch zu nehmen", befürchtet der Gesundheitssprecher der Grünen, Kurt Grünewald. Die Minister Bartenstein und Haupt sind nun beide gefordert, gemeinsam ein Modell zur finanziellen Absicherung jener Personen zu entwickeln, die jemanden in der letzen Lebensphase betreuen.

In dem von allen 4 Parteien verabschiedeten Entschließungsantrag zur Sterbebegleitung in Österreich seien Bartenstein und Haupt aufgefordert worden, ein Modell für die arbeitsrechtliche und sozialrechtliche Absicherung der betreuuenden Personen für die Dauer der Sterbebegleitung zu entwickeln. "Mit dem vorgelegten Entwurf wird diese Vier-Parteien-Einigung verlassen", kritisiert Grünewald

"Es ist höchst unsozial, daß jedwede soziale und humanitäre Verpflichtung des Staates der Eigenverantwortung der BürgerInnen überantwortet wird. Soziale Standards und Hilfeleistungen Zufälligkeiten und den höchst unterschiedlichen Einkommenssituationen zu überlassen, ist un fair, unsolidarisch und kaltschnäuzig", so Grünewald.

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