Van der Bellen kritisiert Krieg der Worte zwischen Populisten Haider und Zeman

Kanzler nimmt unverständlicherweise Haider in Schutz

Wien (OTS) "Der Krieg der Worte zwischen den beiden nationalistischen Populisten Haider und Zeman schadet der österreichisch-tschechischen Beziehung. Sowohl Haider als auch Zeman schüren nationalistische Gefühle gegenüber dem jeweiligen Nachbarn", kommentiert heute der Bundessprecher der Grünen, Alexander Van der Bellen, den Schlagabtausch zwischen Zeman und Haider. "Das Anti-Temelin-Volksbegehren ist in Wahrheit gegen den EU-Beitritt Tschechiens gerichtet, daher darf sich Haider auch nicht wundern, wenn aus Tschechien Reaktionen kommen. Jemand, der ständig austeilt, soll nicht die Mimose spielen, wenn auf seine Attacken der Gegenangriff erfolgt. Doch auch Zemans Angriff setzt auf das Schüren nationalistischer Gefühle und gießt Öl ins nationalistische Feuer der Freiheitlichen. Er erweist damit der Anti-Atom-Bewegung und seinem eigenen Land einen denkbar schlechten Dienst", so Van der Bellen weiter.

Als unverständlich bezeichnet Van der Bellen die Verteidigung der FPÖ durch Kanzler Schüssel. "Der Kanzler mißt mit zweierlei Maß: Er nimmt die Aussagen Haiders in Schutz, während er jene Zemans kritisiert. Die FPÖ wurde schon im Weisenbericht als 'rechtspopulistische Partei mit extremistischer Ausdrucksweise' bezeichnet. Die Reaktion Haiders auf das VfGH-Erkenntnis zu den zweisprachigen Ortstafeln hat die Richtigkeit dieser Einschätzung neuerlich bestätigt", so Van der Bellen. Und Schüssel sei auch daran erinnert, daß es immer wieder Haider war, der mit seinen Angriffen auf ausländische Politiker Österreich enormen außenpolitischen Schaden zugefügt habe. So habe Haider Chirac etwa als Westentaschen-Napoleon abqualifiziert.

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