AK verlangt: Tierarzt-Kontrolle endlich von der Landwirtschaftspolitik in den Ländern trennen

Fleisch- und Viehkontrolle muss künftig den für Lebensmittelkontrolle zuständigen Landesräten statt Agrarlandesräten unterstehen

Wien (AK) - Die AK verlangt mehr Sicherheit für die Konsumenten:
Es muss endlich eine klare Trennung zwischen der amtlichen tierärztlichen Kontrolle und der Landwirtschaftspolitik geben. Daher muss die tierärztliche Kontrolle in den Ländern statt den Agrar-Landesräten den für die Lebensmittelkontrolle zuständigen Landesrat unterstehen. Außerdem müssen die Kontrollbedingungen der Amts- und Fleischbeschautierärzte verbessert werden. Amtliche Kontrolle und privatrechtlich organisierte Beratungsdienste, wie zB Tiergesundheitsdienste, sind klar zu trennen. Die jüngsten Mängel bei der Kontrolle auf den Schlachthöfen in Niederösterreich haben gezeigt, dass rasche Änderungen nötig sind. ****

Die tierärztlichen Kontrollen unterliegen in den Ländern den Agrar-Landesräten ebenso wie die Förderung der Landwirtschaft. Die jüngsten Mängel bei der Kontrolle auf den Schlachthöfen in Niederösterreich haben gezeigt, wie sehr Kontroll-Tierärzte bei ihrer Arbeit unter Druck stehen, und dass damit eine effiziente amtliche Kontrolle nicht immer gegeben ist, kritisiert die AK. Das kann nicht so weitergehen, daher fordern die AK-Konsumentenschützer:

+ Die tierärztliche Kontrolle in den Ländern darf nicht länger den Agrar-Landesräten unterstehen, sondern muss den für die Lebensmittelkontrolle zuständigen Landesräten unterstellt werden.

+ Außerdem müssen die Kontrollbedingungen der Amts- und Fleischbeschautierärzte verbessert werden: Es muss mehr Amtstierärzte geben, die öfter als bisher, regelmäßig und unangekündigt kontrollieren. Nur so kann für die Konsumenten mehr Sicherheit garantiert werden.

+ Es muss Veterinärkontrollore auf Bundesebene geben, die im Bedarfsfall auch überregional kontrollieren können.

+ Amtstierärzte und Fleischbeschautierärzte dürfen keine Großtierpraxis führen, um Interessenskollisionen mit ihrer Kontrolltätigkeit zu vermeiden.

+ Amtliche Kontrolle und privatrechtlich organisierte Beratungs- und Kontrolldienste, wie zB Tiergesundheitsdienste, sind klar zu trennen.

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