WdF übergibt Steuersenkungs-Petition an Bundesregierung

Wien (OTS) - Eine von fast 600 österreichischen Führungskräften unterstützte Petition zur Absenkung der Einkommen- und Körperschaftsteuer übermittelte das Wirtschaftsforum der Führungskräfte (WdF) an die Mitglieder der Bundesregierung. Darin wird die österreichische Bundesregierung aufgefordert, die Einkommen-und Körperschaftsteuer 2002 und 2003 um je fünf Prozentpunkte - also insgesamt um je zehn Prozentpunkte - zu senken, um damit auch zu einer Konjunkturbelebung beizutragen.

Das WdF unterstützt zwar das Ziel des sogenannten "Nulldefizites", die geforderte Steuersenkung sei aber insbesondere vor dem Hintergrund des deutschen Steuersenkungsgesetzes 2000 mit Wirkung vom 1.1.2001 notwendiger denn je. Mit der massiven Senkung der Spitzensätze in Deutschland gehe Österreich der bisher gegebene wichtige steuerliche Standortvorteil verloren, wodurch Profitverlagerungen in das steuerlich günstigere Nachbar- und Konzernmutterland drohen.

Aus diesem Grund sollte die österreichische Bundesregierung mit der notwendigen Reform nicht bis zum nächsten Wahlkampf zuwarten, sondern bereits 2002 die maßgeblichen Schritte setzen. Die vom WdF geforderte Senkung der Steuersätze habe außerdem mit einer tiefgreifenden echten Reform der Steuergesetzgebung im Sinne einer besseren Handhabbarkeit der Vorschriften einher zu gehen. Wettbewerbsfähige Tarife sowie anwendungsfreundliche und transparente Vorschriften seien die beste Voraussetzung gegen Missbräuche wie Pfusch bzw. Schattenwirtschaft und die Gewähr für Leistungsbereitschaft von Gewerbetreibenden und Führungskräften in konjunkturell angespannten Zeiten, betont das WdF.

WdF-PETITION AN DIE ÖSTERREICHISCHE BUNDESREGIERUNG

Das Wirtschaftsforum der Führungskräfte (WdF) und österreichische Topmanager fordern für 2002 und 2003 eine Absenkung der Einkommen-und Körperschaftsteuer um je 5 %-Punkte, insgesamt also eine Tarifsenkung um je 10 %-Punkte zur Belebung der Konjunktur und Stärkung sowie Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen Wirtschaft.

Deutschland hat mit dem Steuersenkungsgesetz am 6.Juli 2000 mit Wirkung vom 1.1.2001 eine massive Senkung der Steuersätze bei Einkommen- und Körperschaftsteuer beschlossen. Durch die Senkung der Spitzensätze auf 42% (bisher 51% ohne Solidaritätszuschlag) bei der Einkommensteuer und auf 25% bei der Körperschaftsteuer bis zum Jahr 2005, geht Österreich der bisher geringfügig gegebene wichtige steuerliche Standortvorteil verloren und es wird zu Profitverlagerungen in das steuerlich günstigere Nachbar- bzw. Konzernmutterland kommen. Die dadurch zu befürchtenden Folgen werden aufgrund der großen Anzahl der Betroffenen noch schwerwiegender als die Schließung von Semperit Traiskirchen sein.

Die österreichische Bundesregierung sollte daher mit der notwendigen Reform nicht bis zum Wahlkampf 2003 zuwarten, sondern bereits 2002 als Sofortmaßnahme zur Konjunkturbelebung und Stärkung der Leistungsbereitschaft eine Senkung der Tarife von Einkommen- und Körperschaftsteuer um je 5%-Punkte umsetzen. 2003 sollte eine weitere Senkung um je 5%-Punkte auf somit 40% beim Einkommensteuerspitzen-bzw. auf 24% beim Körperschaftsteuersatz erfolgen.

Diese Senkung der Steuersätze um insgesamt je 10 %-Punkte hat selbstredend mit einer tiefgreifenden echten Reform der Steuergesetzgebung im Sinne einer besseren Handhabbarkeit und Lesbarkeit der Vorschriften einherzugehen.

Nur ein wettbewerbsfähiger Tarif sowie anwendungsfreundliche und transparente Vorschriften bieten Gewähr für eine geringere Missbrauchsanfälligkeit (Pfusch/Schattenwirtschaft) sowie für Leistungsbereitschaft von Gewerbetreibenden und Führungskräften in konjunkturell angespannten Zeiten.

Wir fordern daher die Österreichische Bundesregierung auf, staatstragend zu handeln und den Einkommen- und Körperschaftsteuertarif in den nächsten beiden Jahren um insgesamt je 10%-Punkte ("2x5") zu senken, verbunden mit einer echten Reform der Steuervorschriften.

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