Produktion in der PPV-Industrie im Jahr 2001 nur um 2% gestiegen

Fachverband mahnt maßvolle Entwicklung der Arbeitskosten und mehr Flexibilität bei der Arbeitszeitgestaltung ein

Wien (PWK039) - Die 100 Unternehmen der Papier und Pappe verarbeitenden Industrie (PPV) werden das Jahr 2001 mit einer Produktionsmenge von rd. 910.000 to abschließen. Das entspricht einer Steigerung um lediglich 2%. Der Produktionswert dürfte sich um 5% auf 1,5 Mrd € erhöhen. Zu dieser Einschätzung kommt der Fachverband der PPV-Industrie, nachdem nunmehr das Ergebnis der Quartale 1-3 vorliegt, das mit einer Steigerung des Produktionswertes von 7,3% und einem Mengenwachstum von 1,6% unter dem 1. Halbjahr liegt. Das 3. Quartal wies bereits einen Rückgang der Produktionsmenge um 3% aus. Die Exporte stagnieren mengenmäßig.

Das angesichts der rückläufigen Konjunktur im Sachgüterbereich immer noch positive Ergebnis beruht auf den hohen Zuwächsen des 1. Halbjahres. Deutliche Rückgänge waren erst im zweiten Halbjahr zu verzeichnen.

Allerdings muss berücksichtigt werden, dass die Wertsteigerung das höhere Preisniveau der Rohstoffe enthält, deren Umsetzung in die Produktpreise vielfach erst im Jahr 2001 vorgenommen werden konnte. Bereinigt man die Wertzuwächse um diesen Faktor, so bewegt sich die Wertsteigerung nur etwa im Ausmaß der Mengenentwicklung. Die Auftragslage war in den einzelnen Branchen unterschiedlich, die Auslastung lag bei 85%. Die Beschäftigtenzahl lag mit rd. 9.400 Mitarbeitern um etwa 2% über dem Vorjahr.

Nach der Abflachung der Konjunktur im Jahr 2001, die insbesondere im Nachlassen der Exportdynamik spürbar war, hofft die Industrie, dass es ab Mitte 2002 durch eine höhere Nachfrage bei den Haupthandelspartnern zu einem Aufschwung kommt.
Allerdings müssen die Rahmenbedingungen weiter verbessert werden, um die Wettbewerbsfähigkeit der Standorte zu erhalten, heißt es im Fachverband. Dies betreffe vor allem eine maßvolle Entwicklung der Arbeitskosten und mehr Flexibilität bei der Arbeitszeitgestaltung.

Von der EU-Verpackungsrichtlinie, deren nationaler Umsetzung, sowie von der Novelle des AWG fordert die PPV-Industrie eine Berücksichtigung der Anliegen der Industrie, um nicht einen Konjunkturaufschwung durch neue Belastungen zu gefährden. Vor allem müssen Wettbewerbverzerrungen zu Lasten jener Packstoffe, die voll im Recyclingkreislauf stehen, vermieden werden. Verpackungen aus Papier, Karton und Wellpappe liegen mit einer Recyclingquote von über 85% an der Spitze. Die Altpapier Recycling Organisations-GesmbH ARO konnte die Entsorgung durch eine fast 20%ige Kostensenkung der ARA Tarife für Papierverpackungen weiter verbilligen. (MH)

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