Hair-Benefiz zugunsten eines Suchtpräventionsprojektes

Wien, (OTS) Die Aufführung des Erfolgsmusicals "Hair" im Raimundtheater ( www.musicalvienna.at/index.html ) am Mittwoch, 23. Jänner, ist als Benefiz-Vorstellung der Suchtgiftprävention gewidmet. Mit dem Reinerlös unterstützen die Vereinigten Bühnen Wien eine Aktivität des "Fonds Soziales Wien" zur Förderung eines Projektes zur Suchtprävention für Eltern von Volksschülern.

Die Zielgruppe Schüler und Lehrlinge sollen bewusst in diese Aktion miteinbezogen werden. Demgemäss können auch unter dem Stichwort "Schulaktion" Karten für diese Vorstellung an allen Vorverkaufskassen der Vereinigten Bühnen sowie an der Abendkassa des Raimundtheaters zum Preis von 18 Euro (250 Schilling) erworben werden. Der ermäßigte Preis gilt für Schüler, Lehrlinge und gegebenenfalls eine Begleitperson.****

Suchtpräventionsprojekt für Eltern von Volksschülern

2002 wird eine zirka 20seitige Broschüre für Eltern von Volkschulkindern zu Bereichen wie Lebenskompetenzförderung, erweiterter Suchtbegriff, Risiko- und Schutzfaktoren und Kontaktadressen zusammengestellt und in insgesamt fünf Sprachen übersetzt und produziert werden. Parallel dazu wird im Rahmen des Programms "Eigenständig werden" eine Seminarreihe für VolksschullehrerInnen abgehalten.

Themenschwerpunkte sind Grundlagen zur Suchtprävention im Kindesalter, die Förderung sozialer Kompetenzen wie Kommunikations-und Konfliktfähigkeit, sowie die Gestaltung von Projekten zum bewussten Umgang mit Genuss und Konsum im Alltag. Zusätzlich werden Elternabende unter Beiziehung von PräventionsexpertInnen in den Schulen veranstaltet. 

Peter Hacker, Geschäftsführer des Fonds Soziales Wien und Wiener Drogenkoordinator zum Hair-Benefiz:

"Ich bin den Vereinigten Bühnen Wiens und dem Hair Ensemble sehr dankbar, dass sie unsere Vorhaben großzügig unterstützen.
Ohne die Beteiligung von Außen ist es insbesondere im Bereich der Suchtprävention nur schwer möglich modernste Projekte auf neueste wissenschaftlichen Erkenntnissen basierend umzusetzen.
Durch die Hair-Benefizaktion bekommen wir zusätzliche finanzielle Mittel, die - ganz im Sinne der Wiener Bevölkerung - direkt in ein Suchtpräventionsprojekt fließen, das den genannten Ansprüchen gerecht wird. Selbstverständlich möchte ich auch der Hoffnung Ausdruck verleihen, dass das Beispiel der Vereinigten Bühnen Schule macht und in Zukunft auch andere Suchtprävention als gesellschaftliches Anliegen erkennen, das es zu fördern gilt."

Flower-Power Clubbing nach der Vorstellung

Als Medienpartner veranstaltet ORF-Radio Wien im Anschluss an die Vorstellung ein Clubbing im Flower-Power-Stil im U4, bei dem auch das Ensemble von "Hair" die Stimmung anheizen wird. Die Eintrittskarten für das Musical gelten auch für das Clubbing.

Rudi Klausnitzer Intendant der Vereinigten Bühnen Wien zur Überlegung mit dem Erfolgsmusical Spenden zu sammeln:

"Auf den ersten Blick wirkt die Verbindung des Musicals HAIR mit Maßnahmen gegen den Drogenmissbrauch ungewöhnlich. Was erreicht werden soll, ist Aufmerksamkeit für ein Thema, das hochbrisant ist. Drogenprobleme dürfen nicht verdrängt, sondern müssen besprochen werden. Junge Leute müssen lernen, in einer Welt zu leben, in der es Drogen gibt und mit dieser Tatsache umzugehen.
Drogensucht ist kein Verbrechen, sondern eine Krankheit. Verbrechen ist die Ausnutzung von Krankheit und Abhängigkeit für kommerzielle Zwecke. HAIR zeigt eine Welt, in der junge Menschen mit Drogen konfrontiert werden. Der Erlös dieser Benefizveranstaltung kommt einem Suchtpräventionsprojekt an Volksschulen vom Fonds Soziales Wien zugute."

Entscheidend für die Zusammenarbeit zwischen Vereinigten Bühnen Wien und Fonds Soziales Wien war selbstverständlich das große Engagement des Ensembles von Hair.

Eric Minsk, Ensemblesprecher formuliert das Anliegen für die ganze Truppe

"Verbote auszusprechen ist die absolut falsche Psychologie in der Kindererziehung. Erst ein "Tu das nicht" macht doch richtig neugierig.

Dies gilt auch für den Umgang mit Drogen.

Viel wirksamer ist es, junge Menschen über Drogenmissbrauch und sein Gefahrenpotential entsprechend zu informieren, um den Weg zu einer eigenverantwortlichen Auseinandersetzung mit dieser Problematik zu ebnen.

In unserer Welt wird jeder unweigerlich mit Drogen - ob Medikamente, Alkohol, Zigaretten oder Rauschmittel aller Art -konfrontiert. Eben darum ist es so wichtig, dass er selbstständig und intelligent entscheiden und damit umgehen kann. Wir freuen uns, mit dieser Benefiz-Show einen Beitrag zur Aufklärung von Jugendlichen leisten zu können." (Schluss) vbw

Rückfragen & Kontakt:

www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
Vereinigte Bühnen Wien:
Tel.: 588 30/365 oder
www.musicalvienna.at/
Fonds Soziales Wien:
Tel.: 4000/87 312 oder
www.drogenhilfe.atPID-Rathauskorrespondenz:

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