DER STANDARD-Bericht: "AUA-Chef: Maximal 250 Kündigungen - Langstrecke bleibt, neue Routen geplant" - Erscheinungstag 16.1.2002

Wien (OTS) - Für den neuen AUA- Chef Vagn Sörensen war das vom alten Vorstand entwickelte Stammhauskonzept zu wenig radikal. Die Konzernmitglieder Lauda Air, Tyrolean und Rheintalflug werden nun noch strenger an die Kandare genommen.

Während man sich mit Niki Lauda finanziell einigte, sollen die 7700 Mitarbeiter im Zuge rigorosen Sparens einer Gehalts- und Arbeitszeitreduktion zustimmen. Im Konzern werden zwar 930 Stellen gestrichen, Kündigungen wird es aber maximal 250 geben, sagte Sörensen dem Standard. Trotz aller Sparmaßnahmen will Sörensen neue Märkte, vor allem in Osteuropa, bedienen. Aber auch auf der Langstrecke wird die Verbindung nach Japan verstärkt.

Mit Kopfschütteln beobachtet Sörensen hingegen die Pläne der Schweizer Crossair, die 26 Langstreckenflieger der Swissair übernehmen will. Verglichen mit der AUA (sie hat zehn bis zwölf) ist die Zahl im Verhältnis zur Größe des Marktes zu groß, glaubt Sörensen.

Wenig Freude hat Sörensen mit den Dumpingpreisen der Schweizer, die durch Geldspritzen in Milliardenhöhe vom Staat ermöglicht werden. "Ich wünsche der Crossair viel Glück, aber wir werden uns einem harten Wettbewerb stellen", signalisiert der AUA- Boss.

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