20 Prozent weniger Studierende - Gratulation Frau Gehrer

Ein Minus von 35.000 Studierenden ist kein Erfolg

Wien (GPA/ÖGB). "Die schwarz-blaue Bundesregierung ist ihrem Ziel, möglichst wenig Menschen an Bildung partizipieren zu lassen, ein Stück näher gerückt", so Andreas Kolm, Studierendenreferent der GPA. "Wenn die Bildungsministerin 20 Prozent Rückgang bei den Studierendenzahlen als Erfolg bezeichnet - da in Österreich auch nach Einführung der Studiengebühren 'noch' mehr Menschen studieren als im erzkonservativen Bayern - sollte sie sich selbstkritisch fragen, ob sie nicht lieber Volksschullehrerin geblieben wäre."++++

"Wir, von Seiten der GPA Jugend, bedauern jeden einzelnen Fall, in dem sich ein/e ehemalige/r StudentIn ihr/sein Studium aufgrund der Studiengebühren nicht mehr leisten kann", zeigt sich Kolm über den enormen Rückgang bestürzt. "Wenn sich diese Tendenz in den nächsten Jahren fortsetzt, wird das bedrohliche Ausmaße für die österreichische Volkswirtschaft annehmen."

Konnte nach der aktuellen Statistik der Prozentsatz studierender Frauen noch gleich bleiben und sogar leicht steigen, so ist anzunehmen, dass trotz aller Fördermaßnahmen der Anteil von Studentinnen in den nächsten Jahren rapide abnehmen wird. Aufgrund der großen finanziellen Belastung der Studiengebühren wird Töchtern vermehrt der Zugang zu den Universitäten verwehrt bleiben.

Diese konservative Regierung hat es geschafft, in nur zwei Jahren wesentliche Grundsätze ihrer reaktionären Bildungspolitik zu verwirklichen: Weniger Kindern aus einkommensschwachen Familien und weniger Frauen Bildung zu ermöglichen! "Ich gehe davon aus, dass im Ministerium bereits konkrete Pläne über die Einführung von Schulgeld diskutiert werden", endet Kolm.

ÖGB, 15. Jänner 2002
Nr. 032

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