Kuntzl: Vorgespielter Gedächtnisverlust des Innenministers unfassbar

Wien (SK) "Es ist kaum noch in Worten zu fassen, mit welcher Unverfrorenheit Regierungsmitglieder Tatsachen, Aussagen und Realitäten abstreiten, biegen oder verdrehen, wie es heute bei Innenminister Strasser der Fall war", kritisierte SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Andrea Kuntzl den "ganz offensichtlich vorgespielten Gedächtnisverlust" hinsichtlich des "Baumschulen-Sagers" des Innenministers. ****

Kuntzl erinnerte daran, dass Strasser gestern im Zigarrenklub vor laufender Kamera die Äußerung gemacht habe, dass der Begriff "Zurechtstutzen", von Landeshauptmann Haider im Zusammenhang mit dem VfGH verwendet, "ungeheuerlich" sei und dass dieser Begriff aus der Baumschule komme. "Heute während der Ministerratssitzung will sich Strasser laut Vizekanzlerin Riess-Passer an diese Aussagen nicht mehr erinnern können", so Kuntzl.

Es stelle sich nun die Frage, ob ein Innenminister noch tragbar sei, der sich von einen auf den anderen Tag nicht daran erinnern könne, was er gesagt hat, obwohl es dazu Fernsehaufnahmen und unzählige Zeugen gibt. Kuntzl forderte Strasser auf, "an diesem unwürdigen Spiel, das ansonsten von der FPÖ ausgeübt wird, nicht teilzunehmen und zu seiner in der Sache durchaus berechtigte Kritik an Haider zu stehen", schloss die SPÖ-Bundesgeschäftsführerin. (Schluss) ns

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