Streichung des § 209 für Bundesobfrau der Jungen ÖVP vorstellbar!

Gleichzeitige Anhebung der Missbrauchsbestimmungen gefordert

Wien (OTS) - Die Junge ÖVP schlägt eine Generalreform des Sexualstrafrechts vor, die sich vor allem an neue wissenschaftliche Kenntnisse im Sexualbereich und an moderne Gesellschaftsstrukturen orientieren soll. "Bei einer Anhebung des Strafrahmens bei Missbrauchsdelikten ist eine Streichung des § 209 StGB bei gleichzeitiger Festsetzung eines einheitlichen Schutzalters für mich absolut vorstellbar," sagt Silvia Fuhrmann, Bundesobfrau der Jungen ÖVP.****

"Vorerst muss sichergestellt sein, dass auch der Strafrahmen für Missbrauchstäter dem zugefügtem Leid aus Sicht des Opfers entspricht," so Fuhrmann weiter, die sich für eine "massive" Erhöhung der Strafbestimmungen im Sexualstrafrecht ausspricht. "Es muss sichergestellt sein, dass ein Mensch, der durch Missbrauch eines Heranwachsenden dessen natürliche Entwicklung über Jahrzehnte hinweg überaus beeinträchtigt, auch in vollem Ausmaß dafür zur Verantwortung gezogen wird."

Neben diesen strafverschärfenden Bestimmungen soll aber auch eine Angleichung an die realen gesellschaftlichen Umstände in der Reform Platz greifen. "Eine Aufhebung des Homosexuellenparagraph § 209 Strafgesetzbuch ist für mich bei gleichzeitiger Einführung eines einheitlichen Schutzalters, das für beide Geschlechter gilt, vorstellbar," so Fuhrmann. Eine Aufhebung des § 209 ohne gleichzeitige Fixierung einer Straferhöhung kommt für Fuhrmann "nicht in Frage".

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