Vorarlberg konzipiert Lehrerbildung für die Zukunft BILD

LR Stemer präsentiert neues Konzept für die Aus- und - fortbildung der Lehrer

Feldkirch (VLK) - Am Freitag, 18. und Samstag, 19. Jänner
2002 findet an der Pädagogischen Akademie Feldkirch die ENTEP-Konferenz (European Network on Teacher Education
Policies) zum Thema "Strategies of Change in Teachers
Education - European Views" statt. Anlässlich dieser
Veranstaltung informierte Schullandesrat Siegi Stemer heute, Dienstag im Rahmen einer Pressekonferenz an der PädAk in
Feldkirch über das Konzept "Hochschule für pädagogische
Berufe Vorarlberg", das weit in die Zukunft der Lehreraus-
und - fortbildung gedacht ist. ****

Das (Bundes-)Akademien-Studiengesetz (AStG 99) schreibt
die Umwandlung der Pädagogischen Akademien in Hochschulen für pädagogische Berufe bis zum Jahr 2007 vor. "Vorarlberg nimmt
diesen Auftrag sehr ernst und ist bestrebt, die Ziele des
AStG 99 möglichst bald in konkreten Schritten anzugehen", erläuterte Stemer.

Neues Konzept

"Die Lehrerbildung unterliegt europaweit einem starken
Wandel", betonte der Schullandesrat, "und auch in Vorarlberg
wird die Lehreraus- und -fortbildung neu geordnet." In den
letzten Monaten haben Fachleute aus den Vorarlberger Lehrerbildungseinrichtungen und aus dem Landesschulrat ein
Konzept erarbeitet, das u.a. folgende wesentliche Elemente
enthält:
- Alle bestehenden Lehrerbildungseinrichtungen (Pädagogische Akademie, Pädagogisches Institut des Bundes, Pädagogisches Institut des Landes und Religionspädagogisches Institut)
arbeiten noch enger zusammen und werden längerfristig "unter
einem Dach" zusammengefasst. "Mit der Zusammenführung der
vier Lehrerbildungseinrichtungen stärken wir den Standort Vorarlberg", erläuterte Landesrat Stemer, "denn mit der
Nutzung von Synergieeffekten und der Vermeidung von Doppelgleisigkeiten können wir die Lehrerbildung in
unseremLand optimieren". Studierende haben den Vorteil, dass
sie die Angebote der unterschiedlichen
Lehrerbildungseinrichtungen übergreifend nutzen können. Damit eröffnen sich neue Perspektiven für eine individuelle, bedürfnisorientierte und maßgeschneiderte Lehrerbildung.

- An der "Hochschule für pädagogische Berufe" soll nach dem sechssemestrigen Grundstudium (BA-Studium) ein
zweisemestriges Aufbaustudium (MA-Studium) angeboten werden.
Damit kann in Zukunft im Idealfall ein vollständiges
Diplomstudium der Pädagogik in Vorarlberg absolviert werden.

- Der drei- bis fünfjährigen Ausbildung schließen sich
nahtlos 35 Jahre laufende Fort- und Weiterbildung an, denn
sowohl für Pflichtschullehrer als auch für Lehrer an
mittleren und höheren Schulen ist lebensbegleitendes Lernen unumgänglich, um die Herausforderungen des sich ständig
wandelnden Schulalltages bewältigen zu können. Stemer: "Durch
die enge Kooperation der Lehreraus- und -fortbildung werden
sich wichtige Themen durch die lebenslange pädagogische
Bildung einer Lehrperson ziehen. Damit ist eine ständige Weiterentwicklung der Pädagogen und damit der Schule
insgesamt garantiert."

- Im Zuge grenzüberschreitender Kooperationen mit
Pädagogischen Hochschulen des Bodenseeraumes sollen
individuelle Stärken zum gemeinsamen Vorteil genutzt und Studierende und Lehrende ermuntert werden, über die eigenen
Grenzen hinauszusehen. "Für Studierende aber auch für
Lehrende eröffnen sich durch den Erfahrungsaustausch mit
Kollegen aus anderen Ländern neue Horizonte, die sich positiv
auf die eigene Arbeit auswirken" (Stemer).

- Wesentliches Element der Aus- und Fortbildung der Pädagogen
ist für Stemer die Praxisorientierung. An der "Hochschule für pädagogische Berufe Vorarlberg" wird es auch in Zukunft eine Praxisschule geben, die Modellcharakter hat und
Forschungszwecken dient. Zudem wird die "Hochschule für pädagogische Berufe" auch weiterhin eng mit den zahlreichen Besuchsschulen zusammenarbeiten, um eine umfassende
praktische Ausbildung der angehenden Pädagogen zu
gewährleisten.

- Forschung, Entwicklung und Transfer sind an der "Hochschule
für pädagogische Berufe Vorarlberg" wichtige Aufgaben, die
die Lehr- und Lerntätigkeit ergänzen. Damit soll garantiert werden, dass die Erziehungs- und Unterrichtsarbeit in den
Schulen reflektiert und ständig weiterentwickelt wird. (so/tm/dig,nvl)

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