FP-Sichrovsky: Zeman denunziert Temelin-Gegner als Faschisten

Post-kommunistische Denkmuster dominieren Argumente der tschechischen Regierung

Wien, 2002-01-15, -(fpd)- "Die Forderung des tschechischen Ministerpräsidenten, Milos Zeman, daß Österreich ´Herrn Haider und seine post-faschistische Partei" loswerden sollte, zeigt ein Verständnis von Demokratie das sich scheinbar von den Grundlagen einer kommunistischen Diktatur noch nicht gelöst hat", stellte heute der freiheitliche Generalsekretär Mag. Peter Sichrovsky fest.

Wer davon ausgehe, daß man in einer Demokratie Menschen und politische Gruppierungen einfach verschwinden lasse, habe ebenso wenig Respekt vor dem Willen des Volkes wie jeder faschistoide oder kommunistische Diktator. Sichrovsky weiter:" Offensichtlich hat Premier Zeman vergessen, daß Österreich seit 1945 eine stabile Demokratie ist und das Volk sich nicht jahrzehntelang durch eine kommunistische Diktatur unterdrücken ließ wie in der Tschechoslowakei. In Bezug auf demokratische Tradition hat daher das tschechische Volk im Vergleich zu Österreich einen gehörigen Nachholbedarf, sollte sich daher an der demokratischen Struktur und Stabilität Österreichs eher ein Beispiel nehmen und nicht ein Viertel der österreichischen Wähler als angeblich faschistisch zu denunzieren, die einem "Post-Faschisten" Jörg Haider nachlaufen."

"Daß ein großer Teil der österreichischen Bevölkerung schwere Bedenken gegen Temelin hat, führt bei dem tschechischen Premier Zeman offensichtlich zu Haßreaktionen auf das österreichische Volk und zu Sprachverwirrungen, die eines demokratischen Repräsentanten eines Landes nicht würdig sind", so Sichrovsky abschließend.

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