ARBÖ: Horrorcrash - Tunnelportale müssen entschärft werden

Wien (ARBÖ) - Der heutige schwere Unfall auf der A 2, Südautobahn hat einmal mehr gezeigt, dass Tunnelportale eine besondere Gefahrenstelle darstellen. Der ARBÖ hat auf diese Problematik bereits mehrmals aufmerksam gemacht und Verbesserungen gefordert.

Die Straßentunnel auf der A 2, Südautobahn haben bei der ARBÖ-Tunnelinspektion zusätzliche Gefahren aufgezeigt. Abgesehen davon, dass bei dem über zwei Kilometer langen Herzogbergtunnel und Gräberntunnel endlich die zweite Röhre in Angriff genommen wurde, stellen die Tunnelportale im Streckenabschnitt zwischen Wolfsberg und Klagenfurt ein erhebliches Unfallrisiko dar.

Mag. Kurt Sabatnig ARBÖ-Verkehrsexperte: "Vor den "kurvigen" Tunneleinfahrten befinden sich rechts große Abstellflächen mit einer Notrufsäule. Besonders bei schlechter Sicht, widrigen Fahrbahnverhältnissen und in der Dunkelheit werden die Kraftfahrer geradezu von den schwer erkennbaren Tunnelportalen "angezogen."

Die Tunnelportale auf der A 2 Südautobahn und auf allen anderen Autobahnen müssen entschärft werden, dass haben die Tunnelinspektionen des ARBÖ auf allen Autobahnen Österreichs ergeben. Mit Aufpralldämpfern, die außerdem schwer erkennbar sind, wird man nach Meinung des ARBÖ diese Problematik nicht in den Griff bekommen. Große Abstellflächen und Zufahrten haben unmittelbar vor der Tunneleinfahrt nichts verloren.

Mag. Kurt Sabatnig: "Die Entschärfung der Tunnelportale durch verlaufende Leitsysteme - Beton- oder Stahlleitschienen - und zusätzlicher besserer Markierung der Tunnelportale muss im Interesse der Verkehrssicherheit in Angriff genommen werden. Durch Leitschienensysteme, wie sie auf Autobahnen in Italien oder Slowenien zu sehen sind, werden die Kraftfahrer in den Tunnel "hineingeleitet". Ein Frontalcrash gegen das Tunnelportal könnte mit derartigen Leitsystemen somit einfach vermieden werden."

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