Nürnberger: So lange halten Bartensteins Zusagen!

In Arbeitszeitregelungen darf nicht eingegriffen werden!

Wien (GMT/ÖGB) "Aufweichen der Arbeitszeitbestimmung kann nicht das Mittel sein, die Standortqualität zu erhöhen", sagt Metallervorsitzender Rudolf Nürnberger zu den heutigen Aussagen von Wirtschaftsminister Bartenstein.++++

"Flexible Arbeitszeiten inklusive 12-Stunden-Schichten lässt schon das derzeitige Arbeitszeitrecht zu", sagt Nürnberger. "Der Minister soll seine Unternehmer-Kollegen auffordern, bestehende Möglichkeiten auszuschöpfen. Dass er jetzt von den Sozialpartner Vorschläge will ist Augenauswischerei." Die 'Theoretiker in Wien', von
denen Bartenstein gesprochen habe - nämlich die Sozialpartner, hätten gemeinsam mit den Betriebsräten vor Ort vernünftige Arbeitszeitregelungen in Kollektivverträgen vereinbart, "wir brauchen also keine Tipps von Herrn Bartenstein."

"Im Rahmen der ÖGB-Urabstimmung für soziale Gerechtigkeit haben sich 96,8 Prozent der über 807.000 Mitglieder, die daran teilgenommen haben, klar für die Regelung der Arbeitszeiten durch die Gewerkschaften in Kollektivverträgen ausgesprochen", so Nürnberger. Bei einem ersten Gespräch mit Vertretern des ÖGB habe Wirtschaftsminister Bartenstein betont, er werde die Kollektivverträge und die Arbeitszeitregelungen nicht antasten. Angesichts der von der Bundesregierung mit verursachten Probleme am Arbeitsmarkt habe Bartenstein nun offenbar keine Probleme, diese Zusage zu brechen.

ÖGB, 14. Jänner 2002
Nr. 026

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Nani Kauer, GMT Presse,

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