Hofmann: Leitl soll nicht Geschäfte der Atomlobby besorgen

Temelin-Volksbegehren ist rot-weiß-rote Karte für die österreichische Bevölkerung - Heraufbeschwören wirtschaftlicher Einbußen ist unseriös

Wien, 14-01-02 (OTS) Erstaunt über Leitl"s Beitritt zur Initiative "Stimmen für Europa - Veto, Nein danke!" zeigt sich der Bundesobmann des Ringes Freiheitlicher Wirtschaftstreibender (RFW), NAbg. Max Hofmann. Leitl dürfte aus den Erfahrungen mit dem slowakischen AKW Mochovce nichts gelernt haben, das ebenso wie Bohunice als Schrottreaktor noch in Betrieb sei und trotz steigendem Risiko für die Bevölkerung noch immer künstlich am Leben erhalten werde.****

Der WKÖ-Präsident sollte keine scheinbaren wirtschaftlichen Überlegungen über die grundlegende Lebensinteressen der österreichischen Bevölkerung stellen, so Hofmann. Das Szenario, welches das Personenkomitee bezüglich eines angeblich drohenden Abbruchs der wirtschaftlichen Beziehungen mit Österreich darstelle, sei unseriös.

"Die Zahlen sprechen eine ganz andere Sprache. Trotz Anti-Temelin Engagement lag 2001 die Steigerungsrate der Exporte nach Tschechien mit 8,3% höher als die der österreichischen Gesamtexporte mit 7%. Darüberhinaus ist Österreich für Tschechien der drittwichtigste Handelspartner und seit 1999 übertreffen die Importe aus Tschechien die Exporte nach Tschechien", betont Hofmann.

Hofmann wies heute erneut darauf hin, daß der Pannenreaktor Temelin ständig bagatellisiert werde. "27 bestätigte und etliche vertuschte Störfälle bedeuten eine Gefahr, die wirtschtschaftlich irrreversible Schäden - siehe Tschernobyl - verursachen könnte." In diesem Zusammenhang sei auch der geplatzte Teilverkauf von Temelin zu sehen:
"Weil die tschechische Regierung nicht bereit ist, die Bedingungen des Käufers zu erfüllen; nämlich die Garantie bei einem Störfall zu übernehmen."

Leitl sollte daher nicht die Geschäfte der Atomlobby besorgen, sondern sich vielmehr hinter das Volkbegehren stellen, das "keine blaue Karte, sondern eine rot-weiß-rote Karte für die österreichische Bevölkerung ist."

"Die Osterweiterung ist zu begrüßen. Der Beitritt ohne Temelin ist auch für Tschechien interessanter, als mit dem Schrottreaktor außerhalb der Union zu bleiben. Das will auch die tschechische Bevölkerung nicht", schloß Hofmann.

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