AKS: SchülerInnen-Razzia am BORG-Güssing

Wien (SK) Am 12. Dezember 2001 fand im BORG Güssing eine Razzia mehrerer LehrerInnen statt, dabei wurden alle 297 SchülerInnen (abzüglich Kranke) auf den Besitz von Alkohol untersucht. Durchsucht wurden Schultaschen, Spinde und Turnsackerl, wobei bei vier Schülern Alkohol gefunden wurde. Die Razzia fand in Kooperation mit dem Elternverein statt, Konsequenzen gibt es nur im Wiederholungsfall. "Dies berichteten sowohl die SchülerInnenvertreter, sowie auch Mag. Schaberl, Direktor des BORG Güssing", erklärte Niki Kowall, Bundesvorsitzender der AKS (Aktion kritischer SchülerInnen) am Montag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. ****

"Die Aktion war nicht einmal durch den Schulgemeinschaftsausschuss legitimiert. Noch interessanter ist jedoch, dass die Razzia laut Schulservice-Hotline des Bmbwk gesetzlich auch nicht gedeckt ist", berichtete Kowall. "Offensichtlich handelt es sich um einen illegalen Eingriff in die Privatsphäre von fast 300 SchülerInnen" zeigte sich der SchülerInnenvertreter erschüttert.

Besonders erschreckend sei für Kowall die Tatsache, dass die Razzia laut Landesschulrat im Sinne der Verhaltensvereinbarungen wäre. Dies war zumindest die Überzeugung des AHS-Zuständigen Stefanits in einem Interview mit dem AKS-Medium Syntax. "Der LSR empfiehlt sogar einen Verhaltensvereinbarungs-Beschluss im SGA, der die Möglichkeit zur ständigen stichprobenartigen Durchsuchungen vorsieht", erklärte Kowall.

"Dass Verhaltensvereinbarungen Polizeistaat-Ausmaße annehmen würden, haben nicht einmal wir uns träumen lassen", kritisierte Kowall. "Dieses Worst-Case Szenario sollte als Grund genügen, die Verhaltensvereinbarungen sofort wieder rückgängig zu machen", so der AKS-Vorsitzende. (Schluss) nf/mm

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