Geistig fit im Alter

Wien (OTS) - Ab 40 geht es abwärts. Das war lange Zeit die weit verbreitete Ansicht. Doch das muss nicht sein. Der Alterungsprozess hängt nicht unbedingt mit dem Lebensalter zusammen. "Ausschlaggebend sind auch genetische Voraussetzungen sowie zahlreiche Einflüsse des individuellen Lebens. Jedenfalls haben Menschen bis ins hohe Alter Reserven, um leistungsfähig zu bleiben", sagt Mag. Monika Wild vom Österreichischen Roten Kreuz.

Ab einem Lebensalter von etwa 30 bis 40 Jahren wird das Arbeitstempo langsamer, es fällt schwerer, sich zu konzentrieren oder das Gedächtnis lässt nach. Das ist individuell sehr verschieden. Zahlreiche Menschen bleiben dennoch bis ins hohe Alter geistig fit. "Das Geheimnis liegt im kombinierten Training von Körper und Geist. Gezieltes Training hilft, die allgemeine geistige Leistungsfähigkeit und die Gedächtnisleistung zu erhalten", so Wild.

Einfache Bewegung schafft die körperlichen Voraussetzungen. Wild: "So fördert zum Beispiel Treppen steigen die Fettverbrennung und liefert Glukose, einen wichtigen Brennstoff für das Gehirn. Möglich ist alles an Bewegung, was Spaß macht und individuell machbar ist: von Seniorengymnastik bis hin zu einfachem Spazieren gehen."

Körperliche Fitness ist die eine Voraussetzung, geistige die andere. Es gibt eine Fülle spezieller Gedächtnisübungen, die für jedermann ohne großen Aufwand möglich sind. "Jede Menge Trainingsmöglichkeiten bietet das Alltagsgeschehen. Interessieren Sie sich dafür, was rund um Sie herum geschieht. Lesen Sie zum Beispiel einen Zeitungsartikel und notieren Sie sich danach, um was es in dem Artikel gegangen ist. Versuchen Sie nach einigen Stunden, noch einmal den Inhalt niederzuschreiben", rät Wild.

Wählen Sie einen Artikel und einen bestimmten Buchstaben aus und versuchen Sie, so schnell wie möglich, alle dieser Buchstaben anzustreichen. So trainieren Sie ihre Geschwindigkeit. Eine gute Übung für das Gedächtnis ist, sich zum Beispiel ein Foto oder ein Bild fünf bis zehn Sekunden lang anzuschauen, es dann abzudecken und sich dann an möglichst viele Details zu erinnern. Wild: "Solche Übungen können auch mit Freunden oder in der Familie gemacht werden. Daneben gibt es auch die Möglichkeit, spezielle Kurse oder Übungen in Volkshochschulen, kirchlichen Gemeinden, der Caritas oder in Seniorenzentren zu besuchen."

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