FORMAT: Österreich beliefert afrikanische Dikatur Simbabwe mit Militärfahrzeugen

66 Allrad-Truppentransporter der Steyr Spezialfahrzeuge AG für Anti-Oppositions-Eingreiftruppe von Präsident Mugabe

Wien (OTS) - Österreich beliefert die südafrikanische Diktatur Simbabwe mit Militärfahrzeugen für eine Eliteeinheit, die Präsident Robert Mugabe bei den Wahlen Anfang März gegen die Opposition zum Einsatz bringen will. Das berichtet das Nachrichtenmagazin FORMAT in seiner am Montag erscheinenden Ausgabe.

Demnach verkaufte die Steyr Spezialfahrzeuge AG (SSF) 66 allradgetriebene Truppentransporter an Simbabwe. Die Fahrzeuge wurden Anfang November 2001 nach Mosambik verschifft und am 9. November auf dem Landweg zu einem Armeestützpunkt in der Nähe von Harare gebracht. Dort sollen sie nach Recherchen von FORMAT von einer Sondereingreiftruppe übernommen werden, die laut Medienberichten im Präsidentschaftswahlkampf nur eine Aufgabe hat: "To crackdown on the opposition" - scharfes Vorgehen gegen die Opposition.

"Wir machen keine normale Polizeiausbildung", erklärte ein Angehöriger der Truppe kürzlich gegenüber Journalisten in Harare:
"Man hat uns gesagt, daß wir für einen Spezialauftrag üben."

Der US-Geheimdienstrat zählt Simbabwe zu jenen sieben Krisenherden der Welt, in denen die Gefahr einer unmittelbaren Eskalation am höchsten ist. Großbritannien hat bereits vergangenes Jahr ein Rüstungsembargo gegen Harare verhängt. Inzwischen drohen die Briten damit, das Land aus dem Commonwealth auszuschließen. Der belgische Außenminister Louis Michel erklärte Ende November nach einer erfolglosen Vermittlungsmission in Harare, die Beziehungen zwischen der EU und Simbabwe seien "an einem kritischen Punkt angelangt".

Nach FORMAT vorliegenden Informationen plant die SSF weitere Geschäfte mit dem Mugabe-Regime.

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