"profil": Krenn: "Lasse micht nicht instrumentalisieren"

St. Pöltner Bischof übt heftige Kritik an FP-Volksbegehren gegen Temelin - Debatte über Verfassungsgerichtshof "nicht würdig" -Kritik auch an Katholischer Aktion

Wien (OTS) - In einem Interview in der Montag erscheinenden Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" übt der St. Pöltner Bischof Kurt Krenn heftige Kritik an dem von der FPÖ initiierten Anti-Temelin-Volksbegehren. Auf die Frage, warum er nicht unterschreibe, meint Krenn: "Ich mag es nicht, wenn ein Volksbegehren, das nur dazu da ist, die andere Seite über den Tisch zu ziehen, fast zu einer religiösen Frage gemacht wird." Krenn sieht im Volksbegehren "eine Arroganz von unserer Seite, dass wir unseren Nachbarn etwas vorschreiben wollen." Abschließend meint Krenn in "profil" zum Thema Temelin: "Ich habe nichts gegen Leute, die gegen Temelin sind, aber ich gehöre nicht zu jenen, die sich da jetzt instrumentalisieren lassen."

Missfallen äußert Krenn allerdings auch über den klaren Aufruf der Katholischen Aktion, das Volksbegehren nicht zu unterschreiben. "Die Katholische Aktion müsste eigentlich immer in Einklang mit den Bischöfen reden. Ich kann nur sagen: Wir Bischöfe haben sie zu dieser Aktion nicht veranlasst", so Krenn in "profil".

Kritik übt Krenn auch an den jüngsten Attacken des Kärntner Landeshauptmannes Jörg Haider gegen den Verfassungsgerichtshof. Krenn über Haider: "Ich schätze ihn durchaus als begabten und kompetenten Politiker. Aber man muss nicht sofort den Konflikt suchen. Die letzten Streitereien sind nicht würdig, auf keiner Seite. Aber das ändert nichts an meiner Hochachtung ihm gegenüber."

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"profil"-Redaktion

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