Gesundheitsminister Haupt: Ich unterschreibe Volksbegehren

Gesundheit der österreichischen Bevölkerung hat Vorrang

Wien (BMSG/OTS) - "Selbstverständlich werde ich das "Ja zum
Leben - Nein zu Temelin"- Volksbegehren unterschreiben. Dazu bin ich als Gesundheitsminister, der für die Gesundheit der Österreicherinnen und Österreicher Verantwortung trägt, verpflichtet". Mit diesen Worten bekräftigte Gesundheitsminister Mag. Herbert Haupt die Unterstützung des Volksbegehrens "Ja zum Leben - Nein zu Temelin", welche er mit seiner Unterschrift dokumentieren werde.

Dieses Volksbegehren richte sich nicht gegen die tschechische Bevölkerung - stellte Haupt klar - sondern gegen die Betreiber des AKW, welche in unverantwortlicher Weise an der Inbetriebnahme eines technisch mit vielen Mängeln behafteten Kernkraftwerkes festhielten. "Für mich ist Temelin ein Synonym für Gefahr, die sowohl der Gesundheit der österreichischen, wie auch der tschechischen Bevölkerung droht", so Haupt, der noch einmal an die Verantwortlichen in Tschechien appellierte, von einer endgültigen Inbetriebnahme Abstand zu nehmen. Dies wäre im Sinne einer guten Nachbarschaft, an der er als Gesundheitspolitiker größtes Interesse hätte, unterstrich Haupt.

Atomkraft in Österreich unerwünscht

Der Gesundheitsminister warf den Proponenten der Initiative "Stimmen für Europa" vor, mit fadenscheinigen Gründen das Volksbegehren gegen Temelin zu verunglimpfen. Und dass zu diesem Personenkomitee ein Karl Blecha gehöre, der am 4. August 1979 als Präsident der Österreichischen Gesellschaft zur Förderung der Forschung das "Nein" zu Zwentendorf als Betriebsunfall bezeichnete, sei mehr als seltsam.

Auch Ex-Wirtschaftsminister Hannes Farnleitner, Ex-Industriellengeneralsekretär Herbert Krejci und der ehemalige Siemens-Generaldirektor, Walter Wolfsberger, allesamt Mitglieder des Komitees "Stimmen für Europa", hätten immer zu den glühendsten Verfechtern der Atomkraft gezählt. "Ich habe den Verdacht, dass unter dem Schutzmäntelchen einer Initiative der Boden für die Atomenergie in Österreich aufbereitet werden soll", zeigte sich Gesundheitsminister Haupt empört.

Abschließend forderte der Gesundheitsminister alle Verantwortlichen in Österreich und Tschechien auf, gemeinsam eine Lösung anzustreben, die zum Schutze der Gesundheit der österreichischen und der tschechischen Bevölkerung den Verzicht auf das AKW-Temelin zum Inhalt hätte. Dies wäre ein mutiger Schritt, der europaweit Beispielwirkung hätte, so Haupt abschließend.(Schluss)bxf

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