Grünewald (2): Untragbare Verschleppung bei Dienstrecht von KlinikärztInnen

1000 Euro Grundgehalt ist zu wenig

Wien (OTS) "Die untragbare Verschleppung und die Schikanen des Wissenschafts- und Finanzressorts bei Dienst- und Besoldungsrecht von Klinikärztinnen beschwören ein Chaos herauf", so der Gesundheitssprecher der Grünen, Kurt Grünewald. Seit Jahren sei dem Ministerium bekannt, daß die Betriebsvereinbarungen zur Umsetzung des Arbeitszeitgesetzes in Krankenanstalten mit Ende letzen Jahres befristet wurden. Der zuständigen Ministerin Gehrer sei auch klar gewesen, daß ohne Betriebsvereinbarung verlängerte Dienste an Kliniken, die zur Versorgung der PatientInnen insbesondere während der Nacht, an Sonn- und Feiertagen notwendig sind, nicht mehr gesetzeskonform möglich sein werden. "Es ist untragbar und zeugt von beträchtlicher Ingnoranz gegenüber den Problemen an Universitätskliniken und verletzt auch die Fürsorgepflicht gegenüber dem ihr anvertrauten Personal, wenn hier einvernehmliche Lösungen nicht ehestmöglich gesucht wurden", so Grünewald.

Es sei untragbar, wenn Ärztinnen an Universitätskliniken mit knapp 1000 Euro Grundgehalt bis zur Erlangung ihres Facharztdiplomes abgespeist werden sollen und darauf verwiesen werden, sie könnten ja durch Nacht- und Feiertagsdienste dazu verdienen. Daß Nacht-, Sonn-und Feiertagdienste ohne Betriebsvereinbarungen geltendem Recht widersprechen, scheint dieser Regierung dabei egal zu sein, kritisiert Grünewald.

Der bisher schon vielfach kritisierte Umgang mit den Universitäten macht nun in der Medizin noch Schule auf Kosten der Patienten und der Ärztinnen. Proteste der Hochschullehrergewerkschaft und Ärztekammer sind daher nicht nur begreiflich, sondern auch in höchstem Maße angezeigt und werden von den Grünen mit allen Mitteln unterstützt, schließt Grünewald

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