"Rabenhof null2wei" startet Ende Jänner

Wien, (OTS) Nach einem "kleinen" Umbau, der mehr Licht ins Foyer bringen und die historische Bausubstanz freilegen soll, startet der "Rabenhof null2wei" als "Wiener Stadttheater", das sich der "Aggression und Unterhaltung" verpflichtet sieht und diese Linie in vielfältiger Weise umsetzt. Intendant Karl Welunschek gab am Freitag gemeinsam mit Jochen Herdieckerhoff und Gernot Lechner Auskunft über die Pläne des Theaters, das nun die finanzielle Basis für die künstlerische Arbeit seitens der Stadt Wien habe, der Bund solle allerdings noch "eingebunden" werden. Neben der Eröffnungspremiere "Österreichs größte Entertainer" und einer Neuproduktion des Stücks "Der Himmel mein Lieb meine sterbende Beute" von Werner Schwab bringt der Rabenhof auch Wiederaufnahmen der Erfolgsproduktionen von Schwabs "Die Präsidentinnen", Bauers "Cafe Tamagotchi", Artmanns "Erlaubent, Schaas, sehr heiß bitte" und "Sissi - Beuteljahre einer Kaiserin" sowie eine bunte Mischung von Programmen zwischen Trash, Kabarettistischem, Satire und Diskussion - Theater, so die Macher, "außerhalb unserer Schulweisheit".****

Mit "Österreichs größte Entertainer" von Thomas Gratzer, Regie:
Helmut Schödel, eröffnet das Haus am 24. Jänner im Zeichen mörderischer Unterhaltung, denn: Serienmörder sind die wahren Unterhaltungsgenies dieses Landes. Ihnen ist der Abend gewidmet, an dem unter anderem Hilde Sochor und Hanno Pöschl mitwirken. Es folgen "Circus Songs" mit den Tiger Lillies aus dem Team der Festwochen-Inszenierung "Shockheaded Peter", Hermes Phettberg stiftet an einem Mediationsabend für Wolf Martin und sein deutsches Gegenüber Wiglaf Droste "Frieden", ein "Ball des Schlechten Geschmack’s" ist ebenso geplant wie eine Lesung mit dem Kult-Autor Michel Houellebecq. Seriencharakter soll die Reihe "Sex oder Fußball?" erhalten: Während in einem Raum eine Herrenrunde um Armin Thurnher über Fußball diskutiert, spricht daneben eine weibliche Sex-Runde über das Thema Nr. 1. Die Besucher können zwischen den beiden Themen wechseln. In neuer Form belebt werden soll "Die liebe Familie", die als Rabenhof-Stegreif-Spiel des Publikum erfreuen soll. Weiters angekündigt: ein "Großer Truppenbetreuungsabend" als Österreichs künstlerischer Beitrag zur internationalen Allianz gegen den Terror, eine "Lange Harry-Rowohlt-Nacht" und eine neue Form der Klassikerpflege mit dem Kriminalpsychologen Dr. Thomas Müller, der sich Richard III und Co aus seiner Warte erzählerisch annähert. Schließlich interpretiert auch noch Oliver Baier unter dem Motto "Das Leben ist ein Schlager" Perlen deutscher Dichtkunst und Josef Hader tritt einmal nicht mit eigenen Texten auf, sondern liest Interviews von Thomas Bernhard. Titel des Abends: "... desto nackerter steht man da."

Unter www.rabenhof.at/ ist das Theater nun auch im Internet zu besuchen, Informationen und Karten via Telefon: 712 82 82. (Schluss) gab/rr

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