Leiner kündigt einseitig rückwirkende Änderung der Einkaufspreise an

Möbelindustrie prüft Verstöße gegen das Kartellgesetz und Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb

Wien (PWK019) Der Möbelhändler Leiner hat in den vergangenen Tagen seine österreichischen und deutschen Lieferanten darüber informiert, sie in den nächsten Tagen mit 2 % des Einkaufsumsatzes des Jahres 2001 zu "belasten". Als Grund dafür werden verschiedene Investitionen der Leiner/Kika-Gruppe im Jahr 2001 sowie die Kosten im Zusammenhang mit der EURO-Umstellung angeführt. Diese möchte Leiner mit seinen Lieferanten "partnerschaftlich teilen".

Für den Fachverband der Holzindustrie Österreichs als gesetzliche Interessenvertretung der Möbelindustrie stellt diese Maßnahme möglicherweise den Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung (§ 35 KartG 1988, Art 82 EG-Vertrag) sowie einen Verstoß gegen das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (§ 1 UWG) dar.

Nach Gesprächen mit der Geschäftsführung des Möbelhändlers sagte Leiner-Geschäftsführer Hermann Mayrhofer dem Fachverband zu, dass diese Maßnahme in den angekündigten Einzelgesprächen mit den betroffenen Lieferanten nicht durchgesetzt werde.

Der Fachverband der Holzindustrie Österreichs hofft, dass Leiner diesem Versprechen nachkommt und damit rechtliche Schritte vorerst nicht notwendig sind. (MH)

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Mag. Kurt Lang
Die Österreichische Möbelindustrie im Fachverband der Holzindustrie

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