Weninger: Arbeitslosigkeit im Bezirk Mödling um 35 Prozent gestiegen

Neben Baugewerbe und Industrie nun auch Büro und Handel unter Druck

St. Pölten, (SPI) - "Schockiert" zeigt sich Mödlings SPÖ-Landtagsabgeordneter Hannes Weninger über die "Grabesstille" rund um die Rekordarbeitslosigkeit in Niederösterreich. Immerhin war die Zahl der arbeitsuchenden Menschen in Niederösterreich seit dem Zweiten Weltkrieg noch nie so hoch wie in diesen Tagen. Mit einem Anstieg der Arbeitslosigkeit um 30,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr und um mehr als 40 Prozent gegenüber dem Vormonat gehört Niederösterreich zu den negativen Schlusslichtern. Die hohe Arbeitslosigkeit in Niederösterreich schlägt auch voll auf den sonst wirtschaftlich eher bevorzugten Bezirk Mödling durch. So waren zum Jahreswechsel im Bezirk 2.389 Arbeitslose (1410 Männer, 979 Frauen bei nur 286 offenen Stellen) vorgemerkt, was einer Arbeitslosenquote von 5 Prozent und einer Zunahme von mehr als 35 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. "Obwohl wir noch immer die niedrigste Arbeitslosenquote von Niederösterreich haben, steigt die Besorgnis. Wenn einmal jeder Zwanzigste arbeitslos ist, gibt es kaum mehr eine Familie oder einen Freundeskreis ohne persönliche Betroffenheit", so Weninger.****

Der Bezirk Mödling war nie besonders saisonanfällig und branchenabhängig. Die angespannte wirtschaftliche Lage, die Sparmaßnahme im öffentlichen Sektor und der Kaufkraftverlust in den Familien und bei den Pensionisten schlägt aber gerade bei uns voll durch. Bei uns ist nicht nur die Baubranche (169 Arbeitslose) und das Metall- und Elektrogewerbe (190 Arbeitslose), sondern auch sehr stark der Handel und der Bürosektor betroffen. Dies wird durch die vorgemerkten Arbeitslosen im Bereich Handel (292) und Büroberufe (624) augenscheinlich. Eine Verbesserung der angespannten Situation erwartet sich Weninger erst, wenn die Kaufkraft der Bevölkerung wieder steigt und die Wirtschaft und öffentliche Hand wieder Luft zum investieren haben.

"Wer jetzt weiter nur auf Sparkurs setzt, "investiert" in die Arbeitslosigkeit, statt in die Zukunft. Ich fordere daher von Bund und Land ein Konjunkturpaket sowie finanzielle Unterstützung für jene Gemeinden, die bereit sind, Zukunftsinvestitionen vorzuziehen. Für den Bezirk Mödling sind beispielhaft anzusprechen die Vorziehung der anstehenden Straßenbau- und Lärmschutzmaßnahmen auf der A2 und A21, die rasche Umsetzung des Straßen- und Schienenprojektes "Ring um Wien" und die Projektierung jener Vorhaben, die notwendig sind, um die Badener Bahn kreuzungsfrei zwischen Wien und Baden verkehren zu lassen", so Weninger.
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