DER STANDARD-Bericht: "Österreicher entdeckt Gen zum Abschalten von Schmerz" - Erscheinungstag 11.1.2002

Biomediziner Penninger regt Körper zur Selbsthilfe an - Radikal neuer Ansatz

Toronto/Wien (ots) - Wissenschaftern ist es an Mäusen gelungen, das Schmerzempfinden auszuschalten. Durch Abschalten des Gens namens DREAM konnten sie die Ausschüttung körpereigener Opioide -morphinähnlicher Substanzen - deblockieren. Damit wurden die Mäuse schmerzunempfindlich.

"Das gilt mehr oder weniger für alle Schmerzarten", sagt der Österreicher Josef Penninger gegenüber dem Standard. Der Mediziner, der den Fund zufällig gemacht hat, ist Direktor des neuen Instituts für Molekulare Biotechnologie (IMBA) in Wien und derzeit bei Amgen in Toronto tätig.

Der Biotechmulti hofft, mit dem radikal neuen Ansatz in den nächsten Jahren ein Präparat vor allem gegen chronische Schmerzen zu entwickeln. In Österreich leiden darunter rund 700.000 Personen, weltweit Hunderte Millionen. (rosch)Wissenschaft S. 30

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