SPÖ-Neujahrskonferenz: Prammer - Frauen in wirtschaftlich schwierigen Zeiten besonders fördern

Csörgits: Rückfall der Frauenpolitik in "Bartensteinzeit"

Wien (SK) "Es gibt in Österreich 100 000 die "working poor" sind. Nahezu alle sind weiblich", mit diesen Worten machte die SPÖ-Bundesfrauenvorsitzende Barbara Prammer im Rahmen der Neujahrskonferenz der SPÖ auf die prekäre Situation der ArbeitnehmerInnen in Österreich aufmerksam. Besonders Teilzeitbeschäftigte seien von drohender Armut betroffen. ****

Gerade in diesen schwierigen Konjunkturzeiten dürfe man nicht dazu neigen, frauenpolitische Programme hintan zustellen. In einer Rezession sei das Fraueneinkommen ein wichtiger Bestandteil des Familieneinkommens. "Das Gender Mainstreaming das die Bundesregierung ausgerufen hat, ist nicht einmal das Papier wert auf dem es steht", so Prammer. "In solchen Zeiten muss man die Frauen noch ein Stück fördern."

Renate Csörgits, stellvertretende SPÖ-Bundesparteivorsitzende, ortete eine "Zurück an den Herd"-Politik der Regierung. "Die Frauenpolitik bewegt sich in die 'Bartensteinzeit'", so Csörgits. "Frauen haben ein Recht auf eine eigenständige Erwerbsarbeit. Das ist der Schlüssel für Emanzipation und Selbstvertrauen der Frauen und wichtiger Bestandteil der Wirtschaft."

"Der Regierung ist es Recht, wenn Frauen aus dem Arbeitsmarkt gedrängt werden", kommentierte Bettina Stadlbauer, SPÖ-Bundesfrauensekretärin, die Frauenpolitik der blau-schwarzen Koalition. Das jetzt in Kraft getretene Kindergeld sei nur für jene Frauen von Vorteil, die vor der Geburt des Kindes bereits zu Hause waren, für die Berufstätigen sei es ein Nachteil. (Schluss)sw

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