AK verlangt bessere Studienchancen statt Elite-Unis

AK fordert endlich Gesamtkonzept für Unis und Hochschulen

Wien (AK) - Statt der Errichtung von Elite-Unis verlangt die AK endlich ein Gesamtkonzept für Universitäten und Hochschulen, an denen alle Studierenden ohne Barrieren und in akzeptabler Zeit ihr Studium abschließen können. Zur Hebung der Akademikerrate oder Senkung der Drop-out-Quoten sind zwar dringend Reformen notwendig, die von Finanzminister Grasser angesprochene Gründung von Elite-Universitäten ist dafür aber kein brauchbarer Lösungsansatz. Nach der Einführung von Studiengebühren würde dies nur einen weiteren Schritt in Richtung Zugangsbeschränkung zu höherer Bildung bedeuten, kritisiert die AK. ****

Anstelle von unausgegorenen Einzelaussagen und Ankündigungen muss die Regierung endlich ein Konzept zur Entwicklung des postsekundären Bildungssektors samt Finanzierungsplanung vorlegen. Die AK fordert ein Konzept für die Weiterentwicklung der hochschulmäßigen Bildung, in dem technologische und gesellschaftliche Innovationen mit dem Ausbau und der zukünftigen Ausrichtung des Bildungsangebots verknüpft werden. Nur so können die Studierenden in zukunftsweisenden Berufen ausgebildet werden und die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Wirtschaft gestärkt werden.

Die AK lehnt zudem den Vorschlag für ein neues Autonomiegesetz ab und verlangt, dass die Tauglichkeit der Unireform mit mehrjährigen Budgets und Leistungsvereinbarungen zunächst in Pilot-Projekten erprobt wird und die Mitbestimmung von Parlament, Studierenden, Universitätsbeschäftigten und Sozialpartnern erhalten bleibt. Darüber hinaus muss der gebührenfreie Zugang zu Unis und Fachhochschulen wieder hergestellt werden, anstatt neue Barrieren zu errichten.

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