KUKACKA: VOLLAUSBAU DER DONAU VON PRIMÄRER BEDEUTUNG FÜR GESAMTEUROPA

Ausbau der Wasserstraße ist wirtschaftlich und ökologisch dringend erforderlich

Wien, 10. Jänner 2002 (ÖVP-PK) Für die rasche Vollendung des Ausbaus der kontinentalen West-Ost-Schifffahrtsstrecke sprach sich ÖVP-Verkehrssprecher Abg. Mag. Helmut Kukacka heute, Donnerstag, aus. "Wenn die europäische Binnenschifffahrt ihren Zukunftsaufgaben gerecht werden und Verkehrsinfarkte der Landtransporteure auf Schiene und Straße vermeiden helfen soll, müssten zunächst die wichtigsten Vorbedingungen realisiert werden, nämlich die ausreichende Kapazität der Schifffahrtswege selbst", so Kukacka. ****

Die Aktivitäten und organisatorischen Maßnahmen der vergangenen Jahre sollten allerdings keinesfalls gering geachtet werden, erklärte Kukacka weiter und verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass das derzeitige Beförderungsvolumen auf der europäischen Transversale Rhein-Main-Donau mit 8,5 Millionen Tonnen alle vorherigen Prognosen übersteigt. Allerdings sei seit der Eröffnung des Rhein-Main-Donaukanals im Jahre 1992 keine entscheidende Sanierung der noch vorhandenen Seichtstrecken mehr erfolgt, weder auf der bayrischen Donau zwischen Straubing und Vilshofen noch auf der österreichischen Strecke in der Wachau bzw. unterhalb von Wien und auch nicht in Ungarn oberhalb von Budapest. Erfreut zeigte sich Kukacka von der Ankündigung des Leiters des internationalen Donau-Räumungsprojektes, dass noch bis Ende dieses Jahr die Überreste der zerbombten Brücken bei Novi-Sad beseitigt werden.

Im Gegensatz zu Straße und Schiene bestehen auf der Wasserstrasse noch viele ungenützte Kapazitäten, so der ÖVP-Verkehrssprecher, ihr Ausbau sei wesentlich für die Verwirklichung des Modells des sogenannten "Kombinierten Verkehrs", aber auch für die angewandte Umweltpolitik. Die Kennziffern des Vergleiches von Wasserstraße, Schiene und Straße sprechen für sich, denn die sozialen Kosten, also der Flächenverbrauch und die Umweltbeeinträchtigungen betragen im Verhältnis 1:3:15, der Energieverbrauch 1:1:3 und die Transportkosten 1:4:7. Diese Zahlen beweisen, dass es wirtschaftlich, ökologisch und letztendlich sozialpolitisch ein dringendes Erfordernis ist, endlich die Stagnation im Wasserstraßenausbau zu beenden und Taten zu setzen, schloss Kukacka.
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