Grassers Traum von Elite-Universitäten in Österreich ist absoluter Schwachsinn

"Wer an einer Uni, speziell für Reiche studieren will, soll dies im Ausland tun!"

Wien (ÖGB/GPA). "Seit Jahren werden die österreichischen Universitäten kaputtgespart, und plötzlich träumt der Finanzminister in einem Presse-Interview von Elite-Unis in Österreich", zeigt sich Andreas Kolm, Studierendenreferent der GPA verwundert. "Für mich ist eindeutig klar, dass es sich dabei um private Universitäten handelt, die sich nur Kinder reicher Eltern leisten können", so Kolm. "Wir, als GPA Studierende lehnen solche Reichen-Universitäten, und somit eine Teilung der universitären Ausbildung in staatlich-schlecht und privat-gut strikt ab."++++

"Wenn der Finanzminister in seinem Interview von einer "nicht zu unterschätzenden Leistungsmotivation" in Bezug auf die teilweise existenzbedrohenden Studiengebühren spricht, so ist das nichts als blanker Hohn gegenüber jenen Studierenden, die nicht wissen, wie sie mit dieser zusätzlichen Belastung über die Runden kommen sollen", zeigt sich der GPA Studierendenreferent empört. "Wo die richtigen Weichenstellungen bei den Studiengebühren liegen, wenn 50.000 Menschen ihr Studium abbrechen müssen, ist mir schon ein Rätsel."

"Es ist unumstritten, dass gut ausgebildete ArbeitnehmerInnen im Interesse der Volkswirtschaft liegen. Die Aussagen des Finanzministers lassen deshalb für mich nur den Schluss zu, dass dieser keine Ahnung von den Grundlagen seines Jobs, nämlich der Volkswirtschaft, hat", endet Kolm.

ÖGB, 10. Jänner 2002
Nr. 014

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