ARBÖ: Verordnung über Geschwindigkeitsbeschränkung hat Schönheitsfehler

Alle 110 km/h Nachttempofallen gehören aufgehoben

Wien (ARBÖ) - Mittels Verordnung des Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie wurden mit 1. Jänner 2002 die Geschwindigkeitsbeschränkungen von 110 km/h, die seit der Verordnung des Bundesministeriums für öffentliche Wirtschaft und Verkehr vom 2. November 1989 (StVO, Paragraph 43 Abs.2) in den Nachtstunden zwischen 22 und 5 Uhr auf bestimmten Autobahnabschnitten gelten, außer Kraft gesetzt.

Schönheitsfehler dieser Verordnung ist nach Ansicht des ARBÖ, dass die Zurücknahme der seit 1989 geltenden Nachttempolimits für Pkw mit 110 km/h und für Busse mit 90 km/h, nur für die Innkreisautobahn A8 und die Pyhrnautobahn A9 - somit vorwiegend in Oberösterreich und der Steiermark - erfolgt.

Nach wie vor gilt eine Tempobeschränkung für Lenker von Omnibussen von 90 km/h und für Lenker der übrigen Kraftfahrzeuge 110 km/h in der Nachzeit auf folgenden Autobahnen:

  • Tauernautobahn A 10 im gesamten Bereich (ausgenommen Tauern- und Katschbergtunnel)
  • Inntalautobahn A 12 sowie
  • Brennerautobahn A 13 sowie
  • Rheintalautobahn A 14 jeweils im gesamten Bereich.

Für Lkw über 7,5 Tonnen sieht die Straßenverkehrsordnung auf allen Straßen Österreichs ein Fahrverbot für diese Zeitspanne vor, ausgenommen sind Berechtigte, beispielsweise lärmarme Lkws, die 60 km/h fahren dürfen.

Im vergangenen Jahr gab es zahlreiche Bestrafungen durch die Autobahngendarmerie auf der A 10 Tauernautobahn. Der ARBÖ hat diese Vorgangsweise als längst überholt bezeichnet, da den Kraftfahrern aus dem In- und Ausland diese "Nachttempofalle" kaum bekannt war beziehungsweise auch nur schwer erkennbar.

Umso unverständlicher ist es nun, dass eine Aufhebung der längst überholten Bestimmungen nur für zwei Autobahnabschnitte gelten wird:
"Sind einige Bundesländer gleicher als andere?"

Diese Vorgangsweise erinnert auch an die unterschiedliche Vorgangsweise bei der Sommerreise-Verordnung, betont der ARBÖ. Das erweiterte Lkw-Fahrverbot an 10 Wochenenden im Sommer gilt nämlich nur auf der A2 Südautobahn bis zum Pack-Sattel, das Land Kärnten ist im Vergleich zu allen anderen Bundesländern von dieser Verkehrssicherheitsmaßnahme ausgenommen.

Der ARBÖ ist der Meinung, dass das längst nicht mehr zeitgemäße 110 km/h Nachttempolimit auch auf den verbleibenden vier Autobahnen zurückgenommen wird. Letztendlich wurden zwischenzeitig die Lärmschutzmaßnahmen punkto Fahrzeuge, Schutzwände und Straßenbeläge ja weiter verbessert.

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