Mailath-Pokorny: "Kinovielfalt in Wien erhalten"

2,2 Millionen Euro (30 Millionen Schilling) für Kino-Förderung bis 2004 gesichert

Wien, (OTS) Um die Vielfalt der Wiener Kinos und des Wiener Filmangebots zu fördern, stellt die Stadt Wien für die nächsten drei Jahre eine Kinoförderung von 2,180.185 Euro (30 Millionen Schilling) zur Verfügung; das sind 726.000 Euro (10 Millionen Schilling) jährlich.

Diese Kinoförderung soll vor allem kleinen Qualitätskinos in der City zugute kommen: Neue Richtlinien für die Inanspruchnahme sollen mehr Qualität, höheren künstlerischen Anspruch und eine Stärkung der City-Standorte gegenüber den Multiplex-Centers gewährleisten.

Ein entsprechender Antrag wird kommenden Dienstag in den Kulturausschuss des Gemeinderats eingebracht.

Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny: "Die Kino-Förderung ist ein wichtiger Schritt zur Absicherung der kleinen und mittleren Innenstadt-Kinos, die nicht nur zur Vielfalt des Filmangebots in Wien beitragen, sondern letztlich auch zur Lebensqualität in dieser Stadt."****

Die Förderung soll vor allem das Angebot von künstlerisch wertvollen Filmen, Filmen in Originalfassung, sowie österreichischen Filmen und Koproduktionen erhöhen.
Profitieren werden auch Spielorte, die zusätzlich kulturelles oder interdisziplinäres Programm anbieten, etwa aus den Bereichen Theater, Musiktheater, Performance und Literatur.

Wer welche Zuschüsse bekommt

Die Kinoförderung wird in Form von Investitionsförderungen und Qualitätsprämien vergeben. Investitionsförderungen sind Zuschüsse für Umbauten, Renovierung und technische Ausstattung. Dabei sollen eine Neuregelung die Investitionsförderung für kleine Kinos erleichtern: Anstatt des bisher notwendigen Eigenmittelanteils von 50 Prozent müssen die Antragsteller nunmehr nur noch 30 Prozent aufbringen. Prämien werden für ausgezeichnete Festival-Filme, für Kinder- und Jugendfilme, für qualitätsvolle österreichische Filme oder Filme in Originalfassung gewährt. Erstmals werden zusätzlich auch Prämien für interdisziplinäre Kulturveranstaltungen, Schwerpunktveranstaltungen mit besonderem künstlerischen Anspruch, für Retrospektiven und Sonderfilmfestivals gewährt.

"Diese Form der Kinoförderung ist derzeit die am ehesten praktikable, um dem Kinosterben entgegenzuwirken", erklärte Kulturstadtrat Mailath-Pokorny. Andere Vorschläge, wie etwa jener, der auf einer Umgestaltung der Vergnügungssteuer beruht, seien "durchaus interessant", so Mailath. Sie würden derzeit auf ihre Umsetzbarkeit, insbesondere in Hinblick auf die Konformität mit Eu-Recht, geprüft. "Neben der verstärkten Förderung des Filmmuseums ist die Kinoförderung ein weiterer wichtiger Schritt zur Stärkung des Film- und Medienstandortes Wien", schloss Mailath-Pokorny. (Schluss) sas

Rückfragen & Kontakt:

www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
Mag. Saskia Schwaiger
Tel.: 4000/81 854
e-mail: sas@gku.magwien.gv.at

PID-Rathauskorrespondenz:

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRK/NRK