Niederwieser: Uni-Autonomie à la Grasser ist die "Diktatur des Finanzministeriums"

"Erschütternde Ahnungslosigkeit Grassers über das Universitätswesen"

Wien (SK) "Finanzminister Grasser versteht unter der Uni-Autonomie offensichtlich die Diktatur des Finanzministeriums", stellte SPÖ-Wissenschaftssprecher Erwin Niederwieser zu den heutigen Aussagen Grassers in einem "Presse"-Interview fest. "So spricht der Minister von finanzieller Autonomie, um aber gleich darauf hinzuweisen, dass es Geld nur dann gibt, wenn getan wird, was sich Grasser wünscht", kritisierte der SPÖ-Abgeordnete am Donnerstag. ****

"Erschütternd" sei auch, wie wenig der Finanzminister über die Finanzdaten der Universitäten wisse, wenn er etwa von den hohen Bildungsausgaben spricht. "Die hohen Bildungsausgaben in Österreich fallen hauptsächlich auf das Schulwesen; die heimischen Universitäten sind im OECD-Vergleich hingegen unterdotiert; das müsste er als Finanzminister wissen", so Niederwieser.

Bezeichnend sei auch, dass ein Regierungsmitglied über den Vorschlag des Bildungsministeriums zur Uni-Reform rede, dabei aber offensichtlich nicht mehr davon gelesen habe als das Vorblatt. Denn wenn Grasser, um ein Beispiel zu nennen, es begrüße, dass die Uni-Organe künftig auch für ihr Handeln verantwortlich sind, dann weiß er offenbar nicht, dass genau darin ein Schwachpunkt des Gehrer-Entwurfs liege, weil Uni-Organe geschaffen werden, wie etwa der Uni-Rat, die für ihre Entscheidungen eben nicht verantwortlich gemacht werden können, so Niederwieser abschließend. (Schluss) ah

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