AK: 6000 Kärntner nutzen kostenlose Kurse

Mehr Unterstützung für berufliche Weiterbildung nötig

Klagenfurt (OTS) - Der AK Bildungsgutschein zählt zu den Aufsteigern des Jahres 2001. Fast 6000 KärntnerInnen haben im Vorjahr den AK-Bildungsgutschein bei Volkshochschule oder Bfi für persönliche oder berufliche Weiterbildung genutzt. Das ist eine Steigerung gegenüber dem Jahr davor um rund 27 Prozent. Am beliebtesten waren EDV- und Internetkurse.

Bis Jahresende 2001 haben 4.719 ArbeitnehmerInnen (2000: 3.721) ihren Bildungsgutschein bei der AK eingelöst. Dafür hat die AK bis Jahresende vorläufig eine Summe von 4,2 Millionen Schilling/305.225 Euro (2000: 3,3 Millionen Schilling) ausbezahlt. Zusätzlich wurden bis Ende Dezember 1.758 Gutschriften im Wert von rund 445.000 Schilling (32.339 Euro) ausgestellt. "Noch längst haben aber nicht alle Kursbesucher ihr Guthaben eingewechselt. Wir gehen davon aus, dass bis Mitte Februar dann fast 6000 Personen ihren Bildungsbonus bei der AK abgeholt haben", betont Dr. Gerwin Müller, Leiter der AK-Bildungsabteilung. Die AK wird insgesamt rund fünf Millionen Schilling (363.364 Euro) an die Mitglieder auszahlen.

Weil die Qualifikation der Beschäftigten wichtig für die Arbeitsplatzsicherheit und für einen attraktiven Wirtschafts-standort Österreich ist, verlangt die AK von Bundesregierung und Wirtschaft eine Bildungsoffensive.

Obwohl Weiterbildung immer wichtiger wird, ist sie in Österreich kaum gesetzlich geregelt. Das Gesetz zur Förderung der Erwachsenenbildung stammt aus dem Jahr 1973 und wurde nie novelliert. Die AK verlangt ein zeitgemäßes Gesetz, das vor allem die finanzielle Förderung der Weiterbildung regelt. Die AK fordert, dass Lehrgänge wie die Vorbereitung auf die Berufsreifeprüfung, das Nachholen des Hauptschul- oder des Lehrabschlusses künftig gebührenfrei angeboten werden. Wachsender Leistungsdruck, flexible Arbeitszeiten, Über-stunden und lange Arbeitswege machen außerbetriebliche Weiterbildung immer schwieriger. Die AK tritt daher für einen gesetzlichen Anspruch aller ArbeitnehmerInnen auf eine jährliche Mindest-Weiterbildungszeit im Ausmaß von einer Arbeitswoche ein.

Die Rahmenbedingungen für die Bildungskarenz müssen verbessert werden. Dazu gehören ein Rechtsanspruch auf Bildungskarenz (derzeit ist die Zustimmung des Arbeitgebers notwendig) und die Anhebung des Weiterbildungsgeldes. ArbeitnehmerInnen sollen die Möglichkeit haben, die Bildungskarenz innerhalb von vier Jahren aufgeteilt auf mehrere Blöcke in Anspruch zu nehmen.

Die Arbeiterkammer fordert Bundesminister Bartenstein auf, unverzüglich 1,5 Milliarden Schilling (109 Millionen Euro) aus der Arbeitsmarktreserve für die aktive Arbeitsmarkt-politik frei zu geben. Damit könnte das Arbeitsmarktservice unter anderem Qualifizierungsprogramme für alle Personen starten, die länger als drei Monate arbeitslos sind.

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