IBT veranstaltet "4.Tierschutzlotterie"

Wien (OTS) - Der Internationale Bund der Tierversuchsgegner (IBT) veranstaltet eine Lotterie mit dem Ziehungstermin 20.2.2002. Die Ziehung geschieht unter notarieller Aufsicht, das Ergebnis wird am 6.März in der Wiener Zeitung veröffentlicht. Der Reingewinn kommt Tieren in Not bzw. der Kampagnenarbeit des IBT zugute. Lose können unter der Hotline 0810 001727 von MO-FR, 9-18 Uhr, oder per E-Mail unter tierversuchsgegner@chello.at bestellt werden. Sie werden im Dreierblock zum Gesamtpreis von Euro 8,28 verkauft.

Einer der Hauptnutznießer ist "Sascha", ein 21-jähriger Tiger, der derzeit im Safaripark Gänserndorf auf ein großkatzengerechtes Gehege wartet. "Sascha" mußte zuvor ein Zirkusleben führen; im engen Käfigwagen bzw. bei artwidrigen Kunststücken in der Manege. Nun soll er einen würdigen Lebensabend verbringen, in einem Areal, das Stück für Stück erweitert wird. Der IBT hat bereits einmal eine größere Summe für den Tiger zur Verfügung gestellt, neue Finanzmittel soll die Lotterie bringen.

Natürlich gilt der Einsatz des IBT auch den sprichwörtlichen "Versuchskaninchen", die in Labors grausamen und wissenschaftlich wertlosen Tests unterzogen werden. Im Jahr 2000 wurden alleine österreichweit 165.613 Tiere für Versuche herangezogen. Und das ist lediglich die offizielle Zahl, wobei die Dunkelziffer weit höher anzusetzen ist, da etwa wirbellose Tiere von dieser Listung gar nicht erfaßt werden. Ein Anstieg der Tierversuche ist hinsichtlich der Entwicklung in Gentechnik u.a. Bereichen im Gange. Der IBT fordert im Gegensatz dazu einen gänzlichen Umstieg auf alternative Forschungsmethoden.

Auf eine noch am Anfang stehende Form des Tierversuchs möchte der IBT besonders hinweisen: die Xenotransplantation. Hinter diesem Fremdwort verbirgt sich eine Biotechnologie, bei der tierisches Gewebe auf den menschlichen Körper übertragen wird. Fernes Ziel ist es, z.B. Organe von Schweinen dem Menschen zu implantieren, etwa bei Leberschäden. Bis die Medizin so weit fortgeschritten wäre, muß an Tausenden Tieren herumgedoktort werden. Wiederum hält das Tier als bloßes Versuchsobjekt her. Und das für eine mehr als zweifelhafte Methode, da es durchaus vorstellbar ist, daß Krankheiten - wie etwa Schweinepest - durch Gewebe- oder Organverpflanzungen mitübertragen werden könnten.

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