Leitl: Österreich bei Euro-Umstellung im europäischen Spitzenfeld

Österreichische Betriebe, Banken und Konsumenten beweisen hohe Flexibilität und Disziplin

Wien (PWK011) - In Österreich findet die Euro-Umstellung schneller und gründlicher statt als in zahlreichen anderen Euro-Staaten. "Österreich steht mit einer Vorverteilungsquote im Verhältnis zum Bargeldumlauf von 75 % bzw. 10,2 Mrd Euro (140 Mrd ATS) an der Spitze der Euro-Länder und liegt mit 80 % der bereits in Euro abgewickelten Bargeldtransaktionen ebenfalls im europäischen Spitzenfeld. Ich danke allen heimischen Betrieben, die als 'Wechselstube der Nation' fungieren, sowie den österreichischen Banken für ihre gründliche Vorbereitung und die vorbildliche Abwicklung der Währungsumstellung in unserem Land", zeigt sich der Präsident der Wirtschaftskammer Österreich, Christoph Leitl, über die erste erfolgreiche Umstellungswoche in Österreich hoch erfreut.

Die heimischen Banken setzten 7 Jahre lang Vorbereitungsaktivitäten und hatten über den Jahreswechsel neben dem Jahresabschluss auch 40 Millionen Konten gleichzeitig auf die neue Währung umzustellen, würdigt Leitl den enormen Aufwand und lobt die logistische Meisterleistung der Geldinstitute.

Dass Österreich nun international so vorbildlich abschneidet, sei aber auch die Folge von der äußerst kooperativen Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Bundesregierung und Behörden sowie der gesamten Bevölkerung, die die neue Währung sehr positiv angenommen hat und ihre persönliche Umstellung mit großer Disziplin durchführt. Um die durch die Doppelwährungsphase naturgemäß etwas längeren Wartezeiten möglichst rasch zu verringern, empfiehlt Leitl möglichst nur mehr in Euro, möglichst betragsgenau und mit kleinen Scheinen zu bezahlen. Wenn auch alle Geschäfte angehalten sind, bis zum 28. Februar 2002 Schilling und Euro anzunehmen, so beuge eine schnelle Umstellung auf Euro-Bargeld möglichen Verwechslungen zwischen Schilling und Euro-Beträgen bzw. -Rückgeld am besten vor, so Leitl.

Wie Untersuchungen durch WIFO, Euro-Preisbarometer und der Bericht der Euro-Preiskommission belegen, hat der Euro auch zu keiner Teuerung in Österreich geführt. "Rund 100.000 Betriebe signalisieren mit Euro-Preisgarantieklebern und -Plakaten, die in einer gemeinsamen Aktion von Bundeskanzler Schüssel und der WKÖ initiiert wurden, ihre kundenfreundliche Preispolitik. Die Preisentwicklung in Österreich entspricht durchaus jener in Deutschland und der Schweiz, und die Schweiz ist ja bekanntlich nicht von der Euro-Umstellung betroffen. Betrachtet man den gesamten Euro-Raum, so liegt Österreich im 1. Halbjahr 2001 mit einer Teuerungsrate von 2,3 % unter dem VPI der Eurozone (2,8 %)", berichtet der Wirtschaftskammerpräsident.

Die Wirtschaftskammern Österreichs selbst informierten seit 1997 intensiv in Zusammenarbeit mit verschiedensten Institutionen zum Euro. Die Kooperationen, die insgesamt ein Volumen von 4 Mio Euro (55 Mio ATS) ausmachten, funktionierten hervorragend und trugen mit zur Euro-Fitness der österreichischen Betriebe bei, die sie nun auf eindrucksvolle Weise präsentieren. (Ne)

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