"Treffpunkt Kultur" veranstaltete Benefizpremiere

"Reise nach Kandahar" erlöste 5.920 Euro für Minenopfer

Wien (OTS) - Gestern, am Dienstag, dem 8. Jänner 2002, luden das Österreichische Rote Kreuz, "Treffpunkt Kultur" und polyfilm Verleih zur Benefizpremiere von Mohsen Makhmalbafs preisgekröntem Film "Reise nach Kandahar" ins Filmcasino in Wien. Der Erlös der Benefizveranstaltung - insgesamt wurden gestern 2.960 Euro eingenommen, Sponsor jet2web Telekom hat den Betrag auf 5.920 Euro verdoppelt -, geht an ein Orthopädie-Zentrum des Internationalen Komitees des Roten Kreuzes in Kabul, in dem Tausenden afghanischen Minenopfern künstliche Arme und Beine angepasst werden.
"Reise nach Kandahar": An weißen Fallschirmen schweben Beinprothesen vom Himmel. Unten setzt ein Wetthinken der von Landminen verkrüppelten Männer ein. Surreal muten die Bilder an, die Irans Meisterregisseur Mohsen Makhmalbaf in seinem international als Meisterwerk gelobten neuen Film zeichnet - doch sie sind verstörend nah an der Realität. "Kandahar" heißt die Spieldokumentation um eine Kanadierin afghanischer Herkunft, die ins Schreckensreich der Taliban reist, um ihrer lebensmüden Schwester zu Hilfe zu kommen. Die Journalistin Nelofer Pazira spielt im Wesentlichen ihre eigene Geschichte. Lange vor dem 11. September gedreht, erhielt der Film dramatische Aktualität. Präsident Bush ließ ihn sich noch vor dem US-Kinostart im Weißen Haus vorführen. Zusätzliche Publicity erhielt "Kandahar" durch die Mutmaßungen des Nachrichtenmagazins "Time", bei einem der Laiendarsteller könnte es sich um einen in den USA gesuchten Killer handeln.

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