ÖBB: Entscheidende Phase bei Umbauplanung Bahnhof Wien Nord

Generalplaner ausgeschrieben, 12 Bewerber noch im Rennen

Wien (OTS) - Die im August 2001 begonnene EU-weite Interessentensuche für die Generalplanerleistungen zur umfassenden Modernisierung des Bahnhofes Wien Nord - Praterstern geht nun in die entscheidende Phase. Nach Abschluss des zweistufigen Verhandlungsverfahren liegt noch im Frühjahr 2002 das fertige Bahnhofskonzept für Wien Nord vor. Das Investitionsvolumen der Bahnhofsoffensive Wien Nord beträgt rund 22 Mio. Euro. Eine Verbesserung der Mobilität, ein modernes Design und mehr Funktionalität zum Nutzen der Kunden werden damit erreicht. "Ziel ist, den Kunden eine zeitgemäße Qualität anzubieten. Diese beginnt beim behindertengerechten Ausbau und reicht bis zur freundlichen, funktionellen Ausstattung. Daher leiten wir jetzt für den ersten Wiener Bahnhof im Rahmen der ÖBB-Bahnhofsoffensive ein Planungsverfahren ein," betont der Leiter der ÖBB-Bahnhofsoffensive DI Norbert Steiner. ****

Moderner Verkehrsknotenpunkt Wien Nord

"Mit diesem ersten Schritt setzen die ÖBB den entscheidenden Startschuss für die Modernisierung und tragen gleichzeitig dazu bei, dass der zentrale Verkehrsknoten Praterstern maßgeblich aufgewertet wird. Dadurch hat die Stadt Wien die Chance für eine städtebauliche Entwicklung und Attraktivierung eines bislang optisch wenig ansprechenden und in seinen Potenzialen nicht ausgenutzten Ortes. Endlich kann die Stadt ihre Vorhaben, etwa die Verbesserung der Zugängigkeit zum Volksprater, in Angriff nehmen," so Wiens Stadtentwicklungs- und Verkehrsstadtrat DI Rudolf Schicker.

"Wichtig ist, dass die Planungen für den Bahnhofsumbau Wien Nord zeitgerecht durchgeführt werden. In intensiver Zusammenarbeit mit der Stadt Wien und den Wiener Linien wurde daher schon im August 2001 das Auswahlverfahren für den künftigen Generalplaner eingeleitet", so der Leiter der ÖBB-Bahnhofsoffensive. Aufgabe des Generalplaners ist, alle wichtigen Bau- und Ingenieursleistungen zu koordinieren, aufeinander abzustimmen und damit für eine rasche Umsetzung des Projekts zu sorgen.

Maßgeblich für den Startschuss der Bahnhofsoffensive Wien Nord ist zum einen der schlechte Gesamtzustand des Bahnhofes, zum anderen die neue U-Bahnlinie (U2), die über den Praterstern führen und im Jahr 2007 fertig gestellt sein wird. Die Planungen für den Bahnhofsumbau berücksichtigen die veränderte Linienführung der Straßenbahn sowie der Busse und werden somit ein verändertes Wegenetz integrieren. Zudem soll die Durchgängigkeit des Bahnhofes auf Erdgeschossniveau weitgehend gewährleistet bleiben.

Änderungen im Bahnhofsbereich

Ab 2007 wird die Straßenbahn Linie 21 nicht mehr durch den breiten zentralen Durchgang fahren. Statt dessen wird dieser für Fußgänger und Radfahrer zur Verfügung stehen. Für den Bahnhofsumbau bedeutet das, dass neben einer neuen, breiten und durchgängigen Bahnhofshalle, ausgestattet mit neuen Liften und Rolltreppen zu den Bahnsteigen, eine attraktive Verbindung zwischen Praterstraße und Volksprater entsteht. Durch eine Neuwidmung der vorhandenen Bahnhofsflächen (Absiedlung der Post) können die Verkaufsflächen um rund 60% erhöht werden. Auch die bestehenden Gleise und Bahnsteige werden modernisiert und völlig neu gestaltet. Die Folge ist ein deutlich gesteigerter Kundennutzen, eine verbesserte Mobilität und eine neue Zentrenqualität des Bahnhofes und seiner Umgebung.

Zusätzlich zu der ÖBB-Bahnhofsoffensive wird für den Vorplatz Ost (Seite Riesenrad) in Abstimmung und auf Flächen der Stadt Wien ein Bebauungs-, Nutzungs- und Gestaltungskonzept im Umfang von maximal 30.000 m2 Bebauungsfläche gesucht. Angestrebt wird eine phasenweise modulare Entwicklung. Am Vorplatz West werden die Gleise der Straßenbahn verlegt sowie die entsprechenden Busanbindungen situiert.

Auswahlverfahren

Im Rahmen der ersten Stufe des Auswahlverfahrens wurden von 18 Bewerbern Ideenskizzen für die prinzipiellen funktionalen stadträumlichen Zusammenhänge und die Erschließung der Bahnhofshalle, der Aufgänge, der Zugänge und der Geschäfte eingereicht. Eine Expertenkommission selektierte daraufhin 12 Bewerber und lädt diese bis zum Frühjahr 2002 zur Anbotlegung ein. Die Kommission besteht aus Vertretern der Stadt Wien, des Bezirkes, der Wiener Linien, der ÖBB und unabhängiger Architekten.

Aus dem Kreis der Bewerber wird in der nun gestarteten zweiten Stufe der geeignete Anbieter ermittelt, dieser wird in weiterer Folge mit der Generalplanung beauftragt. Durch die Vergabe der Generalplanerleistungen wird eine effiziente und zügige Umsetzung des Projektes ermöglicht. Alle notwendigen Ingenieurleistungen (Architektur, Statik, Haustechnik, Bauphysik etc.) werden im Generalplaner vereint und durch ihn koordiniert.

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