Prets: Sportler als Vorbilder im Kampf gegen Fußballrowdies einsetzen

Wien (SK) "Internationale Fußballspiele sind leider immer wieder Anlass zu brutalen Ausschreitungen von Fußballrowdies. Es ist daher unerlässlich, die Hintergründe von Gewalt in und um Stadien aufzuarbeiten", erklärte die burgenländische SPÖ-Europaabgeordnete Christa Prets Dienstag anlässlich der Abstimmung über einen Bericht zu diesem Thema im Sport-Ausschuss des Europäischen Parlaments. "Zunehmende und besorgniserregende Anhaltspunkte sprechen dafür, dass Rowdytum und Gewalt im Fußball nicht nur von kleinen Minderheiten, von Schlägern und rechtsgerichteten Extremisten oder alkoholisierten Personen ausgehen. Oft handelt es sich dabei um kulturelle bzw. soziale oder auch politische Hintergründe", stellte Prets klar. Zahlreiche Maßnahmen sind erforderlich, um ein wirksames Konzept dagegen zu erstellen. ****

Der Informationsaustausch zur Bekämpfung und Verhütung von Fußballrowdytum sei von entscheidender Bedeutung, damit Polizeidienststellen und Behörden sich ausreichend vorbereiten und angemessen handeln können, so Prets. Der Sport-Ausschuss habe sich u.a. für die Einrichtung von ständigen nationalen Fußballinformationszentren der Polizei in jedem Mitgliedsstaat der Europäischen Union ausgesprochen, die als einzige direkte und zentrale Kontaktstelle fungieren. Die Zentren wären für die Erhebung, Verarbeitung und Auswertung von Informationen über die Fans im allgemeinen und die Risikofans im besonderen verantwortlich und sollten eng mit UEFA, nationalen Fußballverbänden, einzelnen Klubs und Fanvereinigungen zusammenarbeiten.

"Ich erwarte mir auch, dass aktive Sportler, die Fanklubs, aber auch Manager und Trainer verstärkt in die Pflicht genommen werden, ihre Vorbildfunktion im Kampf gegen Fußballrowdies zu nützen", sagte Prets. "Fußballrowdies sind keine Fans". "Sie schaden nicht nur dem Ansehen des Sports, sondern auch jenem ihres Landes", schloss Prets. (Schluss) wf/mm

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