Drogenpolitik: "Helfen statt Strafen" im Vordergrund BILD

Umfrage: Einstellung der Vorarlberger Bevölkerung zum Drogenproblem

Bregenz (VLK) - Die breite Mehrheit der Vorarlberger
Bevölkerung steht hinter der Drogenpolitik des Landes. Das
geht aus einer wissenschaftlichen Untersuchung des "Instituts
für Suchtforschung der Leopold-Franzens-Universität am
Krankenhaus Maria Ebene" hervor, die heute, Dienstag, von Landeshauptmann Herbert Sausgruber und Landesrat Hans-Peter
Bischof im Pressefoyer präsentiert wurde. "Demnach finden die Eckpfeiler der Vorarlberger Drogenhilfe 'Therapie statt
Strafe' mit 86,3 Prozent und die Überlebenshilfe in Form der Substitutionstherapie mit 76,9 Prozent eine breite Zustimmung
in der Bevölkerung", informierte der Landeshauptmann. ****

In einer repräsentativen Telefonumfrage wurden insgesamt
2.024 Personen im Alter zwischen 20 und 59 Jahren befragt.
Landesrat Bischof führte die wichtigsten Ergebnisse der
Umfrage an:
- Die Befragten zeigten großes Interesse an der
Drogensituation
- Der Großteil war gegen die Straffreistellung von Cannabis. Bischof: "Im Gegensatz zu einer Mehrheit der Schweizer
Bevölkerung sprachen sich knapp zwei Drittel der Vorarlberger
gegen eine Lockerung des Umgangs mit Cannabiskonsumenten
aus".
- Das Modell "Helfen statt Strafe" fand bei 86 Prozent
Zustimmung
- 77 Prozent befürworten die Substitutionstherapie
- Zwei Drittel lehnen die Heroinabgabe an Süchtige ab
- Rund ein Fünftel der Befragten gab eigene Drogenerfahrungen
zu.

Studie: Repräsentativ und wissenschaftlich abgesichert

Primar Reinhard Haller vom Krankenhaus Maria Ebene führte
den hohen Informationsstand in der Vorarlberger Bevölkerung
auf die lebhafte Diskussion dieses Themas in der
Öffentlichkeit zurück: "Die Drogenproblematik wird von den Vorarlbergern als ein großes Thema betrachtet."

Haller betonte auch die Notwendigkeit der durchgeführten Umfrage: "Bisher hat es noch keine systematische Erhebungen
über die Einstellung der Vorarlberger Bevölkerung zum Drogenproblem gegeben. Jetzt verfügen wir über eine
abgesicherte, wissenschaftlich dokumentierte Meinung der Vorarlberger Bevölkerung über das Thema Drogen."
(tm/dig,nvl)

Rückfragen & Kontakt:

Redaktion/Chef vom Dienst
Tel.: 05574/511-20141
Fax: 05574/511-20190
Hotline: 0664 625 56 68 oder 625 56 67
email: presse@vorarlberg.at
http://www.vorarlberg.at

Landespressestelle Vorarlberg

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NVL/NVL