Schwarzböck: Neues Forstgesetz bringt mehr Verantwortung für Waldbauern

Forstgesetz passiert Ministerrat - Bürokratieabbau und Verwaltungsvereinfachung

Wien, 8. Jänner 2002 (AIZ). - "In der Novelle des Forstgesetzes, die heute den Ministerrat passiert hat, stehen neben der stärkeren Betonung der ökologischen Waldbewirtschaftung eine deutliche Verwaltungsvereinfachung und ein notwendiger Bürokratieabbau im Vordergrund. Diese Novelle steht unter dem Leitmotiv Nachhaltigkeit, trägt den berechtigten Wünschen des Naturschutzes in wirtschaftsverträglicher Form Rechnung und spiegelt den Stand der internationalen Prozesse, die Forstwirtschaft betreffend, wider. Weniger hoheitliche Regelungen stärken die Eigenverantwortung der Waldbauern und Forstwirte. Diese können mit dem neuen Gesetz noch besser als in der Vergangenheit die wichtigsten Funktionen des Waldes, nämlich die Schutz- und Erholungsfunktion und gleichzeitig die Nutzfunktion, also die wirtschaftliche Komponente, nachhaltig gewährleisten. Im neuen Forstgesetz wurden dazu die nötigen Voraussetzungen geschaffen", erklärte der Vorsitzende der Präsidentenkonferenz der Landwirtschaftskammern, Rudolf Schwarzböck. ****

"Österreichs Wald wächst Jahr für Jahr. Nur zwei Drittel des jährlichen Zuwachses von 27 Mio. Festmeter werden genutzt. Dadurch besteht aber die Gefahr der Überalterung der Bestände. Um dies zu vermeiden, ist es notwendig, die Nutzung verstärkt an den Zuwachs anzupassen", stellte Schwarzböck weiter fest und hob die wirtschaftliche Bedeutung der Forstwirtschaft in Österreich hervor:
"Die heimische Forst- und Holzwirtschaft beschäftigt insgesamt 250.000 Menschen in den ohnehin strukturschwachen ländlichen Räumen. Gemeinsam mit der nachgelagerten Industrie rangiert dieser Wirtschaftszweig nach dem Tourismus an zweiter Stelle als Devisenquelle. Die rund 220.000 privaten Waldeigentümer, die 82 % der Wälder bewirtschaften, garantieren durch ihre Arbeit einen ökologischen Lebensraum Wald, der gleichzeitig Einkommensgrundlage für diese Familienbetriebe darstellt. Dafür gibt das neue Forstgesetz mit eigenen Bestimmungen über Naturwaldreservate oder Nationalparke die Handhabe."

Modernstes Forstgesetz Europas

"Das nun modernste Forstgesetz Europas garantiert die Erhaltung der Wälder als wertvollen Erholungsraum, der ja die unverzichtbare Basis für die Tourismuswirtschaft darstellt und bietet den Waldbesitzern zudem eine ökonomische Perspektive. Dieses Miteinander von Ökologie und Ökonomie bei gleichzeitigem Nutzen für die Gesellschaft ist im neuen Forstgesetz vorbildhaft vereint", stellte Schwarzböck abschließend fest.
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