Sima zu CEZ-Privatisierung: "Tschechien bleibt auf Milliardengrab Temelin sitzen!"

Nun sogar Privatisierungskommission der tschechischen Regierung gegen Verkauf

Wien (SK) "Temelin ist und bleibt ein Milliardengrab, auf dem Tschechien wohl oder übel sitzen bleiben wird", kommentierte SPÖ-Umweltsprecherin Ulli Sima die heute bekannt gewordene Empfehlung der Privatisierungskommission der tschechischen Regierung, vom CEZ-Verkauf Abstand zu nehmen. "Es ist kein Wunder, dass keiner der bisherigen Interessenten die Forderungen aus Prag erfüllen will. Das grenznahe AKW Temelin bleibt somit der größte Ladenhüter aller Zeiten", so Sima. ****

"Die verzweifelten und bisher gescheiterten Privatisierungsversuche belegen einmal mehr, dass Temelin nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch ein Desaster ist und zweifelsohne eine absolute Fehlinvestition war", so Sima. So hätte allein der Bau von Temelin bisher rund 105 Mrd Kronen verschlungen, die jetzt vorliegenden, äußerst zurückhaltenden Kaufs-Angebote zwischen 136 Mrd. und 213 Mrd. Kronen für das CEZ-Gesamtpaket würden somit einmal mehr die Unrentabilität des grenznahen AKW beweisen.

"Auch wenn dies der Prager Regierung schon seit langem klar ist, hielt sie mit Biegen und Brechen an ihrem Prestigeobjekt fest", so Sima. Nun bekäme sie die Rechnung dafür präsentiert. Die tschechische Regierung fordert für das Zwei-Drittel-Paket am staatlichen Energieversorger CEZ und sechs Strom-Verteilerfirmen mindestens 200 Mrd. Kronen. Das Konsortium aus Enel und Iberdrola habe 136 Mrd. Kronen, der französische Atom-Gigant EdF soll 213 Mrd. Kronen geboten haben, wobei die Bedingungen der EdF für die tschechische Regierung unannehmbar sein sollen. (Schluss) ns/mp

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