AKNÖ: Große Sorge über Arbeitsmarktlage in Niederösterreich

Wien (AKNÖ) - Seit dem Zweiten Weltkrieg war die Zahl der arbeitsuchenden Menschen in Niederösterreich noch nie so hoch. Dieser extreme Anstieg der Arbeitslosigkeit in Niederösterreich wird in der AK mit großer Sorge registriert. Dabei hat die AK Niederösterreich vor dieser Entwicklung schon länger gewarnt. Die neuen Daten kommen daher für die Experten nicht überraschend. Mehr als verwundert ist man in der AK Niederösterreich aber bisher über die bisherigen Reaktionen, genau genommen über das Fehlen dieser. So liegen immer noch keine Stellungnahmen der Regierungsspitze zu der Rekordarbeitslosigkeit vor. ****

In Niederösterreich ist die Arbeitslosigkeit um 30,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr und um mehr als 40 Prozent gegenüber dem Vormonat gestiegen. Damit gehört Niederösterreich im österreichweiten Vergleich zu den negativen Schlusslichtern. Die schlimmsten Befürchtungen der AK sind vor allem im Bau wahrgeworden:
Hier verzeichnet das AMS einen Anstieg um über 50 Prozent gegenüber 2000. In der AK Niederösterreich weist man darauf hin, dass die Regierung gerade für Bauarbeiter in den vergangenen Monaten das soziale Netz zerstört hat: Tausende Arbeiter haben nun nicht einmal einen Anspruch auf Arbeitslosengeld, da man ihnen zuvor die Anwartschaftszeiten dramatisch verlängert hat. Das ist aber nur eine von vielen Verschlechterungen, die es für die Bauarbeiter gegeben hat. In Summe sind die Bauarbeiter von allen Kürzungen und Streichungen besonders betroffen.

Die AK Niederösterreich verweist zwar auf die vorhandene Gesprächsbasis im Land, fordert aber von der Regierung endlich ein Sofortprogramm im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit. Zahlreiche Vorschläge dazu seien in den letzten Monaten übermittelt worden. Es ist unverständlich, dass nach wie vor die Rücklagen beim AMS nicht für den Kampf gegen die Arbeitslosigkeit eingesetzt werden und dass nichts gegen den Konjunktureinbruch unternommen werde.

Die AK erwartet von der Regierung, dass sie nicht Selbstverständlichkeiten, die ohnehin erledigt werden müssen, als neue beschäftigungspolitische Aktivitäten verkauft. Die dramatische Lage am Arbeitsmarkt verlangt neue und zusätzliche Maßnahmen. Darüber müssen sich die Verantwortlichen klar sein, darüber darf man sich nicht mit Standardprogrammen hinwegschwindeln. Die Lage am Arbeitsmarkt ist nach Ansicht der AK Niederösterreich so ernst, dass es jetzt auch besonderer Zeichen seitens der Regierung bedarf.

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